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Lokales 60 Stadt-Mitarbeiter beteiligen sich in Leipzig an erstem Warnstreik
Leipzig Lokales 60 Stadt-Mitarbeiter beteiligen sich in Leipzig an erstem Warnstreik
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Ein Vater steht mit einem Jungen auf dem Arm vor einem Warnstreikaufruf in einem Kindergarten in Leipzig. Quelle: dpa
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Leipzig

Mit Warnstreiks in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen hat die Gewerkschaft Verdi in der Tarifauseinandersetzung mit den Arbeitgebern im öffentlichen Dienst erste Nadelstiche gesetzt. So beteiligten sich am Dienstag in Leipzig rund 60 Beschäftigte der Stadtverwaltung und kommunaler Eigenbetriebe an einem etwa zweistündigen Ausstand, wie ein Sprecher der Gewerkschaft sagte. „Es herrschte eine positive Stimmung“, sagte der Sprecher. Auch in einigen kommunalen Kitas wurde gestreikt, der Betrieb konnte aber wie zuvor angekündigt aufrecht erhalten werden. Noch seien die Auswirkungen auf die bestreikten Einrichtungen gering gewesen, hieß es bei Verdi.

In Sachsen-Anhalt beteiligten sich unter anderem in Wittenberg Mitarbeiter der Stadt und des Wasser- und Schifffahrtsamtes an dem Ausstand. Sie machten mit einem Autokorso durch die Innenstadt auf ihre Anliegen aufmerksam, wie eine Gewerkschaftssprecherin berichtete. In Dessau-Roßlau trafen sich Beschäftigte der Stadtverwaltung und einer Kita zu einem Streikfrühstück mit anschließender Demonstration auf dem Marktplatz.

Verdi fordert sechs Prozent mehr Lohn

„Die Beteiligung hätte besser sein können“, räumte die Sprecherin ein. Sobald den Beschäftigten aber noch deutlicher gemacht werden könne, dass die Arbeitgeber bei der Altersversorgung Abstriche planten, werde die Mobilisierung einfacher. Am Mittwoch sind Warnstreikaktionen bei der Stadtverwaltung und dem Betriebshof in Eisleben und bei der Kreisverwaltung des Salzlandkreises in Bernburg geplant.

In Thüringen traten ebenfalls Beschäftigte der Stadtverwaltung Gera in den Ausstand. Vor allem Mitarbeiter des Ordnungsamtes legten vorübergehend die Arbeit nieder. Am Mittwoch sollen in Gotha die Stadtverwaltung und das Landratsamt bestreikt werden.

Verdi verlangt in der laufenden Tarifrunde die Erhöhung der Einkommen um 6 Prozent. Zudem will die Gewerkschaft verhindern, dass es Einschnitte bei der betrieblichen Altersvorsorge der Beschäftigten gibt.

Von LVZ

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