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Lokales 60.000 Passagiere täglich: Premiumstrecke Leipzig–Halle legt nochmals zu
Leipzig Lokales 60.000 Passagiere täglich: Premiumstrecke Leipzig–Halle legt nochmals zu
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23:22 28.12.2016
Volle Bahnsteige, hier an der S-Bahn-Station Marktplatz (Archivbild): Besonders die Verbindung nach Halle ist stark nachgefragt. Täglich wird sie von rund 60.000 Pendlern genutzt. Quelle: Wolfgang Zeyen
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Leipzig

Gut drei Jahre nach der Inbetriebnahme des mitteldeutschen S-Bahn-Netzes ist nicht nur die Gesamtbilanz mit täglich gut 60 000 Fahrgästen positiv (die LVZ berichtete), auch die Premiumstrecke zwischen den beiden Schwesterstädten Leipzig und Halle boomt. Die von zwei Linien befahrene Strecke (S 3 und S 5) ist im gesamten  465 Kilometer langen Netz die erfolgreichste. Wie die Mitteldeutsche Zeitung (MZ) berichtete, wurden im Vorjahr täglich 21 500 Fahrgäste zwischen Leipzig und Halle gezählt. Werden diese ins Verhältnis zu jenen im ersten Betriebsjahr ermittelten 16 000 Fahrgästen gesetzt, bedeutet dies eine Steigerung von gut einem Drittel. Ein wenig Besserung angesichts der im Berufsverkehr oft überlasteten Züge ist in Sicht: „Wir prüfen derzeit, ab Dezember 2017 montags bis freitags die Züge der S 5/S 5 x plus S3 halbstündig so fahren zu lassen, dass vier Fahrten pro Stunde angeboten werden“, sagte Wolfgang Ball, Sprecher der Nahverkehrgesellschaft Sachsen-Anhalt (Nasa) der MZ.

In den Talent 2 der neuen Generation ist nicht nur das Problem mit den Fahrradstellplätzen deutlich besser gelöst. In jedem Zug befindet sich auch ein Fahrkarten-Automat an Bord. Die Behindertenplätze sind gut zu erreichen. Quelle: Martin Pelzl

Dem Jubel über steigende Fahrgastzahlen steht die latente Kritik an Ausstattung, Kapazitätsengpässen, überfüllten Fahrrad-Abteilen und der Pünktlichkeit gegenüber. Ein Beispiel von mehreren: Die in den silbergrau-grünen Talent 2-Zügen der ersten Generation ausgewiesenen Behindertenplätze sind nach Meinung vieler Reisenden eine glatte Fehlplanung. Sie befinden sich fast alle am weitesten von den Türen entfernten Punkt sind nur über zwei Stufen zu erreichen. Eine – nicht repräsentative Umfrage – unter Zugbegleitern in den letzten Tagen und Wochen ergab: Entweder haben die Bahn-Mitarbeiter noch nie einen Gehbehinderten oder eine Schwangere auf diesen speziellen Sitzen ausmachen können oder es ist ihnen nicht explizit aufgefallen. Oft werden diese Plätze zur Gepäckaufbewahrung genutzt. Ist der Betreiber, die Deutsche Bahn, schuld? Ziemlich sicher nicht, denn Besteller der S-Bahn sind die Nahverkehrsgesellschaften à la MDV, ZVNL und Nasa, die die Ausstattung oft bis ins letzte Detail vorgeschrieben haben.

In den neuen, in silbergrau-rot gehaltenen Talent 2 wurde aus vielen Fehlern gelernt: Die Klappsitze in den Kinderwagen-/Rollstuhl-/Fahrradabteilen sind weg. Die Behindertensitze sind gut erreichbar und pro Zugeinheit gibt es einen Fahrkartenautomaten. Ob die „alten“ Talent 2 umgerüstet respektive auf den Standard der neuen gebracht werden, steht derzeit allerdings in den Sternen.

Die Behindertenplätze in den silbergrau-grünen Talent 2 sind oft verwaist. Quelle: Martin Pelzl

Von Martin Pelzl

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