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Lokales 800 Biker begleiten Kumpel auf letzter Tour - Hells Angels fahren in Formation durch Leipzig
Leipzig Lokales 800 Biker begleiten Kumpel auf letzter Tour - Hells Angels fahren in Formation durch Leipzig
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16:23 22.02.2015
Begleiteten "Baum" auf seinem letzten Weg: Rund 800 Biker in Leipzig. Quelle: André Kempner
Leipzig

, den in Bikerkreisen alle „Baum" nannten. Die Führungskraft des Red Devils MC, einem Supporterclub der Hells Angels, war am 7. Februar mit 42 Jahren verstorben. Aus Anlass seiner Beerdigung durften die Höllenengel sogar etwas tun, was ihnen jahrelang verboten worden war: in geschlossener Formation durch die Stadt fahren.

Leipzig. Wenn eine Szenegröße zu Grabe getragen wird, kann der Trauerzug schon mal ein paar Kilometer lang werden: Etwa 800 Rocker strömten am Sonnabend zur Beerdigung von Peter K., den alle „Baum" nannten. Die Führungskraft des Red Devils MC, einem Supporterclub der Hells Angels, war am 7. Februar mit 42 Jahren verstorben. Aus Anlass seiner Beerdigung durften die Höllenengel sogar in Formation fahren.

Gegen Mittag startete der Tross am Clubhaus der Hells Angels in der Dessauer Straße. Nach Angaben der Polizei gehörten ihm 67 Motorräder und 175 Autos an. Auf der Fahrt bis zum Lindenauer Friedhof in der Merseburger Straße schwoll der Korso nach Polizeiangaben auf bis zu fünf Kilometer Länge an. Weil die legendären Kutten mit dem Schriftzug Hells Angels und dem Emblem, einem Totenkopf (Death’s head) mit Flügeln, seit 2014 nicht mehr gezeigt werden dürfen, trugen die Höllenengel Jacken mit dem Schriftzug „Member 81 Leipzig".

Die Ziffern stehen für die jeweiligen Buchstaben im Alphabet: HA. „Verstöße gegen das Kutten-Verbot wurden nicht festgestellt", so Polizeisprecherin Katharina Geyer auf LVZ-Anfrage. Auch sonst habe es keine Zwischenfälle gegeben, alles sei von den Veranstaltern sehr gut organisiert worden. Noch im Oktober 2012 war eine Ausfahrt von Hells Angels und Red Devils von der Polizei unterbunden worden – „um eine Machtdemonstration zu verhindern", wie es damals hieß.

F.D.

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