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Lokales Abenteuer Zeitungsflirt beginnt im April
Leipzig Lokales Abenteuer Zeitungsflirt beginnt im April
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13:46 17.05.2017
Neue Runde im LVZ-Zeitungsflirt: Lehrer informieren sich gestern im LVZ-Verlagshaus über das Projekt.   Quelle: Foto: André Kempner
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Leipzig

 Ab 24. April rascheln wieder Zeitungen an Leipzigs Grundschulen: Mit einem Seminar für Lehrer begann gestern im Kuppelsaal des LVZ-Verlagsgebäudes am Peterssteinweg das Projekt „Zeitungsflirt – Zeitung entdecken“ der LVZ, das vom medienpädagogischen Institut Pro Media Wolff unterstützt wird. In diesem Jahr beteiligen sich daran 285 Klassen mit 5691 Grund- und Förderschülern im Verbreitungsgebiet der LVZ. Allein in Leipzig und Umgebung sind 137 Klassen dabei, deren Lehrer sich im Vorfeld an einer Ausschreibung beteiligt haben. „Der Zeitungsflirt ist eines der besten Medienprojekte in der Region“, lobte Roman Schulz, Sprecher der Sächsischen Bildungsagentur und ermunterte die Lehrer, trotz vielfältiger Belastungen im normalen Unterricht mit Medien „eine für viele Kinder unbekannte Welt ins Klassenzimmer zu holen.“

Zwar verfüge heute jeder Haushalt in Deutschland über einen Fernsehapparat sowie nahezu jeder über ein Handy oder Smartphone, wie Ulrike Wolff von Pro Media Wolff ergänzte. Aber nur 36 Prozent über ein Tageszeitungsabo. „Kinder werden schon von klein auf mit Medien konfrontiert, müssen daher den Umgang mit ihnen lernen“, erklärte Petra Wolff. Wegen der heftigen Veränderungen im Mediennutzungsverhalten komme Projekten wie „Zeitungsflirt“ für die Dritt- und Viertklässler, aber auch „Schüler lesen Zeitung“ für die Acht- bis Zehntklässler eine große Verantwortung zu

Acht Wochen lang lernen die Mädchen und Jungen auf spielerische Art die Tageszeitung kennen, die ihnen kostenlos bereitgestellt wird. Unterstützt wird dies von der LVZ-Post. Die Zeitung könne helfen, Freude am Lesen zu vermitteln und hält spannende Lektüre aus der Region bereit. Im Unterricht entdecken die Kinder gemeinsam, was in ihr steckt, lernen, wo interessierende Themen zu finden sind, was eine Nachricht ist, was kreative Sprache und Bilder ermöglichen. Es wird auch Begegnungen mit Redakteuren geben. Die Schüler können auch selbst kleine Texte oder Gedichte schreiben oder Bilder malen. Vielleicht beginnt der Tag ab und an mit einem „Zeitungsfrühstück“, oder es wird für eine Modenschau aus Zeitungspapier gebastelt. Klassen haben aber auch die Möglichkeit, das Druckhaus in Stahmeln zu besuchen.

Bevor das Abenteuer Zeitung beginnen kann, weihten die Organisatoren gestern die Lehrer in die nötigen Details ein. Außerdem erhielten die Pädagogen Unterrichtsmaterial und organisatorische Hinweise.

Von Mathias Orbeck

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