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Lokales Abschied von Hinrich Lehmann-Grube
Leipzig Lokales Abschied von Hinrich Lehmann-Grube
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21:30 14.08.2017
Mit einem Trauergottesdienst in der Thomaskirche nahm Leipzig Abschied von Hinrich Lehmann-Grube. Quelle: Jens Schlüter
Leipzig

Mit einem bewegenden Trauergottesdienst in der Thomaskirche hat Leipzig am Montag Abschied von seinem Alt-Bürgermeister Hinrich Lehmann-Grube genommen. Der gebürtige Ostpreuße (Königsberg) war 1990 als Oberstadtdirektor von Hannover an die Pleiße gewechselt und hatte hier bis 1998 als SPD-Stadtoberhaupt die Weichen für das Comeback Leipzigs in die Elite-Liga der deutschen Städte gestellt. Am 6. August verstarb Lehmann-Grube 84-jährig an den Folgen einer Krebserkrankung im Leipziger St.-Elisabeth-Krankenhaus.

Familie, Weggefährten und Freunde haben am 14.8. 2017 mit einem Trauergottesdienst Abschied von Hinrich Lehmann-Grube genommen.

Vor dem blumengeschmückten Sarg und einem großen Porträtfoto des Leipziger Ehrenbürgers sprachen Weggefährten, Freunde und Bürger der Witwe Ursula Lehmann-Grube, den vier Kindern sowie sechs Enkeln und der Schwester ihr Beileid  aus. Unter den Trauer-Gästen waren neben den OBM-Nachfolgern Wolfgang Tiefensee und Burkhard Jung die sächsische SPD-Spitze und viele frühere Mitstreiter aus der Stadtverwaltung. Für den musikalischen Rahmen mit Weltklasse-Format sorgten der Thomanerchor, das Ensemble Amarcord, das Streichquartett, Musiker des Gewandhausorchesters und Stefan Kießling an der Orgel.

Thomaskirchen-Pfarrerin Britta Taddiken verwies in ihrer Predigt auf die Stärken Lehmann-Grubes. „Er hat jeden Menschen ernst genommen, Intrigen waren bei ihm nicht im Programm“, sagte sie. Mit Verweis auf ihr Gotteshaus würdigte sie das Wirken des einstigen Stadtoberhaupts. „Er hat sich sehr für die Restaurierung der Thomaskirche eingesetzt. Dafür sind wir ihm noch heute dankbar.“

Andreas Müller, Erster Bürgermeister a.D., erinnerte noch einmal an die intensiven acht Jahre von Lehmann-Grube als Rathauschef. Beide hatten vor rund 25 Jahren die Verwaltung aufgebaut. Lehmann-Grube hatte ausdrücklich festgelegt, dass sein Vize die Hauptrede an seinem Grab halten soll. „Dieser OBM war ein Glücksfall für die Stadt“, sagte Müller. „Er hat die Entwicklung Leipzigs geprägt, über die wir uns heute so freuen.“ Seiner Kunst, so Müller, sei es zu verdanken, dass Leipzig schneller als andere Ost-Städte handlungsfähig war. Als älteste Tochter erinnerte Uta Lehmann-Grube noch einmal sehr persönlich an ihren Vater. Sie dankte den Leipzigern, die ihn als „Wessi“ so herzlich aufgenommen hätten. Nach dem Gottesdienst nahm der engste Familienkreis Abschied, am Nachmittag fand die Beisetzung auf dem Südfriedhof statt. 

Von André Böhmer und Björn Meine

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