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Lokales „Absolute Geldverschwendung“ – Leipziger kritisieren Silvesterknallerei
Leipzig Lokales „Absolute Geldverschwendung“ – Leipziger kritisieren Silvesterknallerei
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17:10 28.12.2012
Bunt, schrill und vor allem laut: Raketen und Böller für den Jahreswechsel sind seit 28. Dezember im Handel erhältlich. Quelle: dpa
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Leipzig

Doch nicht alle sind begeistert von der Knallerei zum Jahreswechsel, wie eine Umfrage von LVZ-Online zeigt.

Christiane Sümnik hält nichts von der lauten Tradition am Silvesterabend. „Ich gebe keinen Cent für die Silvesterknallerei aus. Dafür bin ich einfach zu geizig. Ich kaufe mir lieber etwas Schönes“, so die 47-jährige Verkäuferin. Anders sieht das Ehemann Uwe Sümnik. Der 51- jährige Bautischler aus Leipzig meint: „Knallerei muss sein. Ich war heute schon um 8 Uhr einkaufen, um mich für Silvester einzudecken. Als Jugendlicher habe ich nicht aufs Geld geschaut, heute setze ich mir allerdings ein Limit von 50 Euro.“

Leipzig. Die heiße Phase der Silvestervorbereitung hat begonnen. Dies war am Freitag daran zu sehen, dass sich vor den Verkaufsstellen für Böller und Raketen teils lange Warteschlangen bildeten. Doch nicht alle sind begeistert von der Knallerei zum Jahreswechsel, wie eine Umfrage von LVZ-Online zeigt.

Weniger will Eva-Maria Pipirs ausgeben. Doch die 35-Jährige kauft nichts für sich. „Für meine beiden größeren Kinder besorge ich ein paar Kleinigkeiten wie Bienchen oder kleinere Batterien. Mehr als 20 Euro gebe ich aber nicht aus. Ich persönlich brauche das nicht.“

Das sieht Pavel Orlov ähnlich. Der 18 Jahre alte Bankkaufmann-Azubi gibt zu: „Diese Silvesterknallerei ist nicht wirklich meins. Silvester feiere ich mit meiner Freundin und deren Eltern, die bestimmt einiges eingekauft haben. Das benutze ich mit.“

Silvesterknaller können gefährlich werden

Musiker Muhsin Issiz weist auf die Gefahren von Knallern und Silvesterraketen hin. „Als ich jünger war, habe ich Feuerwerkskörper gekauft. Jetzt finde ich das absolute Geldverschwendung. Manche übertreiben es einfach. Nicht zu unterschätzen ist auch die hohe Verletzungsgefahr, die von illegalen Knallern ausgeht“, warnt der 18-Jährige.

Wichtig ist die Sicherheit auch für Horst Dauenhauer. Er plädiert dafür, nicht zu viele Böller explodieren zu lassen. „In Maßen finde ich die Knallerei zum Jahreswechsel in Ordnung. Hauptsache die Dinge sind zertifiziert und ungefährlich. China-Böller dagegen sind großer Müll. Persönlich gebe ich kein Geld aus, ich schaue nur zu“, erklärt der 61-jährige Baumaschinist.

Unterdessen hat auch Sachsens Wirtschaftsminister Sven Morlok (FDP) vor einem leichtsinnigen Umgang mit Silvesterknallern gewarnt. Sie könnten beim „unsachgemäßen Zünden“ gefährliche Verletzungen verursachen, teilte der Minister am Freitagmorgen in Dresden mit. Besondere Rücksicht sollte auf Kinder, ältere Menschen und auf Haustiere genommen werden.

Zudem riet Morlok vor dem Kauf nicht zugelassener Feuerwerkskörper ab. „Diese Produkte enthalten explosionsgefährliche Stoffe“, warnte er. Es drohten schwere Verletzungen. Nur zugelassene Raketen und Böller seien bei korrekter Bedienung sicher. Zugelassene Feuerwerkskörper sind mit den Zeichen BAM oder CE gekennzeichnet.

ra/katz/dpa

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