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Lokales Abstimmung im etwas anderen „Wahlbüro“: Leipziger Siedler wollen sofort Gelbe Tonnen
Leipzig Lokales Abstimmung im etwas anderen „Wahlbüro“: Leipziger Siedler wollen sofort Gelbe Tonnen
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18:54 30.03.2016
Frank Brendel kämpft in der Eichbergsiedlung Thekla um die Einführung gelber Tonnen. Dafür hat er in seiner Garage ein Wahlbüro für die Unterschriftenlisten eingerichtet.  Quelle: André Kempner
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Leipzig

In Thekla pochen rund 60 Siedlerfamilien auf eine unverzügliche Umstellung der Entsorgung ihrer Leichtverpackungen. Sie fordern, dass die Entsorgung ihres Plastikmülls nicht mehr mit gelben Säcken, sondern mit einer gelben Tonne je Grundstück erfolgt. Den Einwand der Stadtreinigung – dass der Wechsel erst mit Auslaufen des aktuellen Entsorgungsvertrags ab dem 1. Januar 2019 möglich sei (die LVZ berichtete) – lassen sie nicht gelten: Die Stadt habe auch in einem laufenden Vertrag Einfluss auf Vertragsinhalte, argumentieren sie. Notfalls müsse Leipzig dem Entsorgungsunternehmen signalisieren, dass ohne eine zeitnahe Änderung keine Aussicht auf einen Anschlussvertrag besteht.

Der Widerstand wird von Frank Brendel organisiert: Er rüstete seine Garage in ein „Wahlbüro“ um, indem er dort einen Campingtisch und Campingstühle aufstellte. „Unseren Siedlern hatte ich zuvor per Internet mitgeteilt, wann sie dort ihre Stimme abgeben können.“ Drei Tage hielt er jeweils für einige Stunden sein „Wahlbüro“ offen – und fast alle kamen. „87 Prozent der wählenden Siedler haben sich für gelbe Tonnen ausgesprochen.“

Ein Wunder sei dies freilich nicht. Wegen der Lage an einem Berg seien die gelben Säcke in der Siedlung höchst unpraktisch: In der Wind- und sturmreichen Gegend würden die Säcke regelmäßig vom Winde verweht oder von Tieren auf Nahrungssuche geöffnet. „Bei uns gibt es Marder, Waschbären, Krähen, Füchse, streunende Katzen, Hunde und andere Tiere“, zählt der Theklaer auf. Vor und nach dem Entsorgungstag sehe die Siedlung an windigen Tagen „schön“ bunt aus. „Ein Siedler hat deshalb sogar schon dem Entsorgungsunternehmen angeboten, sich im Internet auf eigene Kosten eine gelbe Tonne zu besorgen“, erzählt Brendel. Die gelben Tonnen müssten nicht erst 2019, sondern „zeitnah“ ausgeliefert werden, fordern die Siedler.

Den kompletten Beitrag und weitere Hintergründe lesen Sie im LVZ-E-Paper vom 30.03.2016 sowie in der Printausgabe.

Von Andreas Tappert

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