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Lokales Adventseinkauf: Linke in Leipzig scheitert mit Forderung des 10-Minuten-Takts für LVB-Bahnen
Leipzig Lokales Adventseinkauf: Linke in Leipzig scheitert mit Forderung des 10-Minuten-Takts für LVB-Bahnen
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16:51 21.11.2014
Leipzig

Die Linksfraktion im Leipziger Stadtrat setzt sich für einen 10-Minuten-Takt bei Bussen und Bahnen der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) an den Adventswochenenden ein.

Am Donnerstag scheiterte der Fraktionsantrag aber in der Ratsversammlung. Das Konzept sah folgendes vor: Alle Straßenbahnen sowie die Buslinien 60, 70, 72/73, 80 und 90 sollten in der Zeit von 10 bis 18 Uhr an Samstagen und von 12.30 Uhr bis 18 Uhr an den verkaufsoffenen Sonntagen häufiger fahren. Die Stadt soll einen Vorschlag zu Umsetzung und Finanzierung erarbeiten.

„Die 10-Minuten-Wartezeit ist auch eine psychologische Grenze. Wenn wir wollen, dass die Leipziger den ÖPNV stärker nutzen, wären die Adventswochenenden eine gute Gelegenheit“, so Jens Herrmann-Kambach, verkehrspolitischer Sprecher der Fraktion. Die Lösung sei außerdem vorteilhaft für die Umwelt und steigere gleichzeitig die Attraktivität der City.

Die kurzfristige Umsetzung in diesem Jahr sei lediglich eine Empfehlung an die LVB, heißt es in dem Papier weiter. Verbindlich soll der 10-Minuten-Takt zur Weihnachtszeit aber im kommenden Jahr angeboten werden.

City-Händler sollen zahlen

Wird wegen groben Planungsmängeln schon wieder zur Baustelle: die Straßenbahn-Haltestelle vor dem Leipziger Hauptbahnhof. Quelle: Wolfgang Zeyen

Die Stadt äußerte sich bereits vor der Sitzung schriftlich dazu, und zwar verhalten. So gebe es bereits Pläne der LVB, Straßenbahnen ab Dezember 2015 an den Wochenenden häufiger verkehren zu lassen – sofern die höheren Betriebskosten aus zusätzlichen Einnahmen zur Tickets erwirtschaftet werden könnten. Seit November 2012 laufe deshalb ein Test auf den Linien 3, 4 und 12. Die Auswertung fließe in einen Vorschlag der Verkehrsbetriebe ein, ob der 10-Minuten-Takt aus Unternehmenssicht greifen kann. Für Busse müssten solche Daten erst erhoben werden.

An einer Sache lässt die Verwaltung keinen Zweifel: Sie will aus dem Haushalt kein Geld für eine solche Lösung zuschießen. Laut Linksfraktion führt die Stadt ins Feld, dass weder neue Fahrzeuge angeschafft, noch die Infrastruktur erweitert werden müssten. „Die Personalkosten bleiben natürlich bestehen“, sagt Herrmann-Kambach. Aus seiner Sicht müsste der Service für die Fahrgäste aber auf keinen Fall an den Finanzen scheitern: „Die Händler der Innenstadt profitieren am meisten davon. Wenn die sich zusammentun und einen Beitrag an die LVB leisten, wäre das auch eine Lösung.“

Evelyn ter Vehn

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