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Ägyptisches Museum in Leipzig gibt 44 Artefakte an Berliner Bode-Museum zurück

Ägyptisches Museum in Leipzig gibt 44 Artefakte an Berliner Bode-Museum zurück

Insgesamt 44 Ausstellungsstücke aus dem Ägyptischen Museum in Leipzig sind am Montag an das Berliner Bode-Museum übergeben worden. Die Artefakte gehörten bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges zur Byzantinischen Sammlung des Bode-Museums, gelangten nach Kriegsende aber fälschlicher Weise in das Museum der Messestadt und blieben hier jahrzehntelang von den Berliner Historikern unentdeckt.

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Antike Terrakotten gehören auch zu den an das Bode-Museum zurückgegebenen Stücken.

Quelle: Ägyptisches Museum Leipzig

Leipzig. Wie es in einer Mitteilung der Universität Leipzig heißt, handelt es sich bei den Stücken um „Gegenstände der Alltagskultur von zum Teil hoher handwerklicher Qualität, überwiegend aus Ton, ergänzt durch vier Steinobjekte und eine Öllampe aus Metall“. Fünf der nach Berlin transferierten Stücke wurden im Weströmischen Reich gefertigt, die restlichen 39 im spätantiken und frühislamischen Ägypten.

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Leipzig. Insgesamt 44 Ausstellungsstücke aus dem Ägyptischen Museum in Leipzig sind am Montag an das Berliner Bode-Museum übergeben worden. Die Artefakte gehörten bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges zur Byzantinischen Sammlung des Bode-Museums, gelangten nach Kriegsende aber fälschlicher Weise in das Museum der Messestadt.

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Mehrere der Artefakte, vor allem Gefäße und Statuen, stammen aus Ausgrabung an Pilgerstätten bei Alexandria (Ägypten), eine Metalllampe dagegen aus dem einstmals gallischen Trier.  Vor allem vier in Nordafrika gefundene Öllampen seien von hohem historischen und wissenschaftlichen Wert. Sie tragen Reliefs mit christlichen Motiven und könnten Aufschluss über den Handel der Zeit geben, hieß es.

Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, zeigte sich am Montag äußerst erfreut über den Transfer: „Die Rückkehr der Objekte ist ein großes Glück für das Museum, zumal es heute archäologische Fundstücke kaum noch neu erwerben kann - angesichts der häufigen Illegalität solcher Waren auf dem Markt“. Wie Dietrich Raue, Kustos des Ägyptischen Museums in Leipzig, erklärte, hätten Studenten der Universität Leipzig mit ihren Forschungen zur Herkunft der Stücke eine Rückgabe erst ermöglicht.

Odyssey der historischen Stücke: Vom Flakbunker in die Sowjetunion und dann nach Leipzig

Eigentlich galten die 44 Objekte als verschollen. Während des Zweiten Weltkrieges waren sie vom Bode-Museum in den Friedrichshainer Flakbunker ausgelagert worden. Nach einem Brand im Leitturm des Bunkers wurde angenommen, sie seien zerstört. Allerdings gelangten sie offenbar zusammen mit 3000 anderen Stücken aus dem Bode-Museum in die Sowjetunion. Als Teile der Sammlung 1958 zurückgegeben wurden, seien auch zwei Kisten mit insgesamt 47 Objekten nach Leipzig gebracht worden.

„Die Berliner Stücke waren nicht in den Begleitlisten verzeichnet und konnten daher nicht zugeordnet werden. Nach zunächst ergebnislosen Anfragen bei verschiedenen Dresdner und Berliner Museen führten weitere Recherchen zum Museum für Byzantinische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin“, hieß es am Montag aus dem Ägyptischen Museum. Erst durch einen Abgleich mit früheren Inventarlisten des Bode-Museums konnten nun 44 der 47 Stücke identifiziert werden. Woher die restlichen drei Stücke stammen, bleibt weiterhin rätselhaft.

Angesichts des Erfolges in Leipzig bereitet das Berliner Museum nun Anfragen bei allen archäologischen Sammlungen in den ostdeutschen Bundesländern vor. Insgesamt werden noch gut 1600 Stücke vermisst. Die Sammlung der Byzantinischen Ausstellung umfasste 1945 etwa 5500 registrierte und bis zu 1000 nicht registrierte Objekte. 400 wurden von den westlichen Alliierten geborgen und später zurückgegeben. Auch gut die Hälfte der 3000 in die Sowjetunion abtransportierten Artefakte ist inzwischen wieder Teil der Sammlung. Der Rest könnte Mutmaßungen zufolge noch in russischen Depots lagern.

mpu

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