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Ägyptisches Museum schließt wegen Personalmangel zweites Obergeschoss

Ägyptisches Museum schließt wegen Personalmangel zweites Obergeschoss

Einen Monat nach der feierlichen Neueröffnung des Ägyptischen Museums der Universität Leipzig im Kroch-Hochhaus ist dessen zweite Etage seit Dienstag geschlossen.

Leipzig. Der Grund: Es gibt nicht mehr genügend Personal, um alle Räume zu beaufsichtigen. Der Kanzler der Universität Frank Nolden hat schnelle Hilfe versprochen.

 

Lange Gesichter an der Kasse des Ägyptischen Museums der Universität Leipzig. "Leider ist das zweite Obergeschoss mit unseren Mumien geschlossen", verkündete der Kassierer gestern. Die Enttäuschung stand Martina Eisenbart-Röder ins Gesicht geschrieben. "Ich bin extra aus Berlin angereist, um das Museum zu besichtigen", sagte sie frustriert. Dass Besucher nur noch den ermäßigten Eintrittspreis bezahlen müssen, tröstete sie nicht. "Es wurde so viel Werbung gemacht und jetzt kann man sich nicht einmal die ganze Sammlung ansehen."

 

Denn seit Dienstag sind einige der wichtigsten Stücke der rund 6000 Exponate des Ägyptischen Museums nicht mehr für Besucher zugänglich, darunter die drei Mumien, das Modell der Sa-Hu-Re-Pyramide und das Magazin, in dem unter anderem altägyptischer Schmuck, Skarabäen und Tongefäße ausgestellt werden. Das Magazin dient zudem als Lehrschausammlung für die Studenten der Ägyptologie und war als Besonderheit auch Besuchern offeriert worden.

 

Dass die zweite Etage geschlossen bleibt, liegt an der Personalnot des Museums: Neben dem Kassierer beaufsichtigt im Moment nur eine weitere Mitarbeiterin das erste Obergeschoss. Eine dritte Mitarbeiterin, die zuvor in der zweiten Etage ihre Runden drehte, ist nicht mehr angestellt. Zu den Gründen hierfür wollten sich Leitung und Mitarbeiter des Ägyptischen Museums gegenüber dieser Zeitung nicht äußern.

 

Bei den zahlreichen Gästen kam die Teilschließung nicht gut an. "Ich bin nicht hierher gekommen, um nur die Hälfte des Museums zu sehen", ärgerte sich Besucher Michael Zoppke. "Die Millionen für die Sanierung sind zum Fenster rausgeschmissen, wenn es danach nicht genügend Personal gibt."

 

Um eine Aufklärung der Gründe des Personalmangels bemühte sich gestern die Universität Leipzig. "Die Situation im Ägyptischen Museum hängt sicher auch mit der Urlaubszeit zusammen", teilte Kanzler Frank Nolden mit. "Gegenwärtig prüft unser Personaldezernat, wie wir dem Ägyptischen Museum schnell und unkompliziert helfen können." Universitätssprecherin Bärbel Adams ergänzte: "Ich hoffe sehr, dass wir das Problem in den nächsten Tagen lösen können."

 

Das Ägyptische Museum, das sich zuvor in der Burgstraße befunden hatte, war vor einem Monat an seinem endgültigen Standort im Kroch-Hochhaus eröffnet worden. Der Freistaat Sachsen investierte rund 5,7 Millionen Euro in die Sanierung des ersten Leipziger Hochhausbaus aus dem Jahr 1927, in dem neben dem Museum auch das Altorientalische Institut, die Kustodie, das Sprachenzentrum und Teile des Archivs der Universität untergebracht sind.

Jan Iven

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