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Lokales Ärger um verschlossene Postkästen in Leipzig – Hunderte über Silvester verriegelt
Leipzig Lokales Ärger um verschlossene Postkästen in Leipzig – Hunderte über Silvester verriegelt
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16:02 02.01.2013
Zu Silvester wurden hunderte Postkästen in Leipzig verriegelt - aus Schutz vor Randalierern. Quelle: Peggy Hamfler
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Leipzig

Erst am Mittwoch wurde damit begonnen, die Kästen wieder zu öffnen. „Die Schäden durch Böller haben in den vergangenen Jahren massiv zugenommen, vor allem in Leipzig“, erklärte Postsprecher Rolf Schulz die Maßnahme gegenüber LVZ-Online. Kästen in „besonders gefährdeten Gebieten“ seien deshalb bereits am 29. Dezember verschlossen worden.

Viele Kunden standen somit schon am Wochenende vor verschlossenen gelben Boxen. „Ich wollte am Samstag um 15 Uhr eine wichtige Kündigung einwerfen, dies war jedoch nicht mehr möglich“, beschwerte sich Peggy Hamfler aus Schkeuditz. An der Robert-Koch-Straße, Ecke Turnerstraße, fand sie nur einen verbarrikadierten Briefkasten vor – wie vielerorts in Leipzig und Umgebung. Auch der Leipziger Bernd Weinkauf zeigte wenig Verständnis für die Maßnahme, zumal Kästen mit Nacht und Sonntagsleerung ebenfalls blockiert gewesen seien.

Leipzig ist Schwerpunkt bei Briefkasten-Sprengungen

„Wir können hier nur um Verständnis bitten“, sagte Schulz. Es müsse vermieden werden, dass Sendungen beschädigt werden. „Wer dringend etwas verschicken will, kann sich jederzeit an die geöffneten Postfilialen wenden“, so der Sprecher. In den letzten Jahren seien vor allem in Leipzig immer mehr Briefkästen an Silvester durch Böller gesprengt worden. Genaue Zahlen konnte Schulz zwar nicht nennen. Die Messestadt sei bei den Beschädigungen aber Spitzenreiter in Ostdeutschland.

Verriegelt wurden die Briefkästen auch in anderen sächsischen Städten wie Dresden oder Chemnitz, aber bei Weitem nicht so flächendeckend wie in Leipzig. Bereits seit etwa vier Jahren werden hier die gelben Boxen in Abstimmung mit der Bundesnetzagentur mit massiven Kunststoffsperren versehen – so viele wie in diesem Jahr waren es aber noch nie. Die Neuanbringung eines Kastens kostet die Post rund 500 Euro. Die Anbringung der Sperren sei dagegen weitestgehend kostenneutral, so Schulz. „Sie werden durch die Entleerer angebracht. Das erfordert nur wenige Handgriffe.“

Schäden durch Vandalismus-Sperre deutlich zurückgegangen

Erst seit Mittwoch können wieder Briefe in Leipzig eingeworfen werden. Quelle: dpa

Am Mittwoch wurde damit begonnen, den Vandalismus-Schutz an den Kästen wieder zu entfernen. Bei der ersten Entleerung sei der Riegel demontiert worden, so Schulz. Die Postkunden haben somit vielerorts erst am 3. Januar die Möglichkeit, wieder Briefe zu verschicken.

Ob die Riegel in diesem Jahr tatsächlich Randalierer abgehalten haben, konnte der Postsprecher noch nicht sagen. Erst nach der Entfernung sei ein vollständiger Überblick möglich. „Aus der Erfahrung der letzten Jahre lohnt es sich aber. Die Schäden an den verriegelten Briefkästen sind deutlich zurückgegangen“, so Schulz.

Robert Nößler

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