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AfD-Kennzeichen mit rechter Symbolik wird Thema im Leipziger Stadtrat

Anfrage Linke AfD-Kennzeichen mit rechter Symbolik wird Thema im Leipziger Stadtrat

Die Linke hat eine Anfrage im Leipziger Stadtrat zu dem Wahlkampfauto der AfD mit dem Kennzeichen L-AH 1818 gestellt. Die Partei will wissen, wie es zur Vergabe eines solchen Kennzeichens mit Nazi-Symbolik kommen konnte.

Mit diesem Wahlkampf-Auto präsentierte sich die AfD am Sonntag beim Schönauer Parkfest in Grünau. Das Kennzeichen lässt sich als Code für "Adolf Hitler" verstehen.

Quelle: Screenshot LVZ

Leipzig. Über das Kennzeichen L-AH 1818 eines AfD-Wahlkampfautos soll am 21. September im Stadtrat gesprochen werden. Sören Pellmann, Vorsitzender der Leipziger Linken, hat am Dienstag eine Anfrage zu dem Thema beim Oberbürgermeister eingereicht. Dann will Pellmann unter anderem wissen, wie es zur Vergabe des Kennzeichens kommen konnte und ob die Mitarbeiter der Zulassungsstelle für diese Problematik geschult sind. „Es soll vor allem darum gehen, solcher Nazi-Symbolik in Zukunft vorzubeugen“, sagte der Linken-Politiker der LVZ. Viele Neonazis begreifen die Buchstaben und Ziffern als Code: AH steht demnach für Adolf Hitler, ebenso die Zahl 18, die die Buchstaben A und H im Alphabet repräsentiert.

Pellmann war das AfD-Auto am Sonntag beim Schönauer Parkfest in Grünau mit Kennzeichen L-AH 1818 ins Auge gestochen. Nahe eines Wahlkampfstandes der Alternative für Deutschland hatte die Partei ihr Fahrzeug unübersehbar abgestellt. „Diese Buchstaben- und Zahlenfolge wurde bislang, beileibe nicht nur auf Nummernschildern von
Kfz, gern in rechtsextremistischen Kreisen, darunter der NPD, verwendet“, meint Pellmann.

Er fotografierte das Fahrzeug und stellte das Foto ins Internet. Es verbreitete sich in Windeseile über die sozialen Medien. Pellmann selbst habe mit der AfD nicht über das Kennzeichen gesprochen, dafür aber mehrere Besucher des Stadtfestes, die laut dem Vorsitzenden der Linken mit „abenteuerlichen Ausreden“ konfrontiert wurden.

agri

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