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Afghanische Flüchtlinge wollen in Leipzig gegen Abschiebungen demonstrieren

Start am Hauptbahnhof Afghanische Flüchtlinge wollen in Leipzig gegen Abschiebungen demonstrieren

Menschen aus Afghanistan bilden aktuell die zweitgrößte Flüchtlingsgruppe. Laut Bundesregierung haben sie kaum Chancen auf Asyl im Land. Dagegen richtet sich eine Demo am Samstag in Leipzig.

Demonstration afghanischer Flüchtlinge am Flughafen Berlin-Schönefeld. (Archivfoto)
 

Quelle: Imago

Leipzig.  Mehrere hundert Geflüchtete aus Afghanistan wollen am Samstag in Leipzig gegen weitere Abschiebungen in ihre Heimat protestieren. Die selbstorganisierte Demonstration beginnt um 14 Uhr am Willy-Brandt-Platz und soll anschließend über Hallesches Tor, Brühl, Markt, Petersstraße und Moritzbastei zum Augustusplatz führen. Die Anmelder rechnen mit 500 Teilnehmern.

Der Protest unter dem Titel „Stoppt Abschiebungen nach Afghanistan“ ist nicht der erste dieser Art in der Messestadt. Im vergangenen Jahr gab es bereits ähnliche Kundgebungen am Flughafen und in der Innenstadt. „Wir sind gegen die Abschiebungen und gegen den Deal zwischen Deutschland und Afghanistan, der diese Abschiebungen erheblich erleichtert“, erklärte Mitorganisator Farhad.

Es gebe keinen Platz im Land, der tatsächlich sicher vor Taliban, Islamischem Staat, Luftangriffen der alliierten Armeen, Drohnen und Selbstmordanschlägen sei. Farhads Mitstreiter Mohammed erinnerte auch daran, dass erst im November sogar das gut geschützte deutsche Konsulat in Masar-e Scharif von einem Anschlag getroffen wurde. „Gelten für uns keine Menschenrechte? Wiese werden wir in die Unsicherheit zurückgeschickt?“, heißt es weiter in der Demo-Ankündigung.

2,6 Millionen Afghanen auf der Flucht

Laut der UN-Hilfsmission in Afghanistan ist die Zahl der zivilen Opfer im Land im vergangenen Jahr auf 11.418 registrierte Fälle angestiegen, schreibt Amnesty International in einer aktuellen Stellungnahme. 60 Prozent der Todesfälle und Verletzungen sollen auf das Konto der Taliban gehen, aber auch der IS sei zunehmend im Land aktiv. „Die Sicherheitslage in Afghanistan ist unberechenbar – Menschen können überall Opfer von Kampfhandlungen, Anschlägen und Verfolgung werden“, heißt es weiter im Bericht von Amnesty International.

Etwa 1,4 Millionen Afghanen seien innerhalb ihres Landes auf der Flucht, weitere 2,6 Millionen haben das Land verlassen und sind hauptsächlich nach Pakistan und in den Iran geflüchtet. In den ersten beiden Monaten 2017 kamen laut Statistik des zuständigen Bundesamtes etwa 3200 afghanische Flüchtlinge in Deutschland an.

Von mpu

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