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Lokales Aktionstag der IG Metall in Leipzig: Gewerkschaft stimmt sich auf Arbeitskampf ein
Leipzig Lokales Aktionstag der IG Metall in Leipzig: Gewerkschaft stimmt sich auf Arbeitskampf ein
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14:40 27.04.2013
Mitglieder der IG Metall präsentieren bereits am Samstag auf der Karl-Heine-Straße ihre Bereitschaft zum Arbeitskampf. Quelle: dpa
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Frankfurt/Leipzig

Bei einem Aktionstag des Landesbezirks Berlin-Brandenburg-Sachsen schwor Gewerkschafts-Vize Detlef Wetzel die Metaller am Samstag in Leipzig auf die erste Warnstreiks ein.  Das Angebot der Arbeitgeber nannte er eine Nullnummer. Die Arbeitgeber bieten nach zwei Nullmonaten eine Erhöhung von 2,3 Prozent bei 13 Monaten Laufzeit. Das mache auf ein Jahr gerechnet gerade mal ein Plus von 1,9 Prozent, betonte Wetzel. Das sei indiskutabel. Die Metaller hätten es verdient, wirklich fair an der positiven Entwicklung der Branche beteiligt zu werden. „Was gemeinsam erarbeitet wird, muss auch gemeinsam verteilt werden“, forderte Wetzel. „Wir sind bereit für Streit.“

Bislang sind die Verhandlungen nach zwei Runden auf regionaler Ebene aus Sicht der Gewerkschaft nicht ausreichend vorangekommen, obwohl die Arbeitgeber ein erstes Angebot vorgelegt haben. Die IG Metall verlangt auf 12 Monate 5,5 Prozent mehr Geld.

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Leipzig. Die IG-Metall hat für den Dienstag in Leipzig zu Warnstreiks aufgerufen. Wie die Gewerkschaft am Montag mitteilte, werden ab 10 Uhr etwa 2000 Beschäftigte zu Kundgebungen in der Innenstadt erwartet. Neun Unternehmen aus der Automobil- und Zulieferindustrie werden von dem Ausstand betroffen sein, darunter die Werke von BMW und Porsche in Leipzig.

Nach Wetzels Einschätzung befinden sich weder Deutschland noch die Schlüsselindustrie Metall und Elektro in einer Krise. Die Gewerkschaft verlange für die Beschäftigten einen gerechten Anteil an den rund 50 Milliarden Euro Gewinn, die in der Branche angefallen seien. Das Angebot der Arbeitgeber decke noch nicht einmal die Preissteigerung ab, erklärte Wetzel.

Die Arbeitgeber reagierten zunächst abwartend auf die verschärfte Gangart der IG Metall. So zeigte sich der Arbeitgeberverband Nordmetall zuversichtlich, dass noch im Mai ein Tarifabschluss gelingen könne. „Das Ritual ist offenbar nicht zu vermeiden“, sagte Verhandlungsführer Thomas Lambusch. Die bayerischen Metall- und Elektroarbeitgeber kritisierten die angekündigten Warnstreiks. Der Hauptgeschäftsführer des Verbandes der bayerischen Metall- und Elektro-Industrie, Bertram Brossardt, betonte, auf das Arbeitgeber-Angebot mit Warnstreiks zu reagieren, bedeute eine unnötige Verschärfung der laufenden Tarifrunde.

Am 30. April endet die Friedenspflicht. In der Nacht zum 1. Mai wird es laut Gewerkschaftszentrale Aktionen im niedersächsischen Bramsche und im westfälischen Paderborn geben. Dort will auch Wetzel zu den Metallern sprechen. Dann plant die IG Metall für Donnerstag und Freitag Warnstreiks in allen Tarifgebieten.

dpa

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