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Lokales Alltagshilfe für junge Eltern: Stadt Leipzig beschäftigt ab August fünf Familienhebammen
Leipzig Lokales Alltagshilfe für junge Eltern: Stadt Leipzig beschäftigt ab August fünf Familienhebammen
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14:48 24.07.2013
Hebamme bei der Arbeit. (Archivfoto) Quelle: Regina Katzer
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Leipzig

Die speziell geschulten Frauen sollen Interessierten bis zum Ende des ersten Lebensjahres des Neugeborenen zur Seite stehen. „Sie sollen dabei helfen, den Alltag zu bewältigen“, erklärte Regina Krause-Döring, Leiterin des Leipziger Gesundheitsamtes. Damit bieten die Familienhebammen eine Ergänzung zur üblichen, medizinischen Hebammenbetreuung. Das Angebot ist freiwillig und soll möglichst niederschwellig angelegt sein, so Fabian weiter.

Die Idee zu Initiative stammt von Bundesfamilienministerin Christina Schröder (CDU), die vor einem Jahr entsprechend verbindliche Grundlagen auf Gesetzesebene schuf. Schröder will damit beispielsweise der steigenden Zahl von Kindstötungen entgegen wirken. Bis 2015 stellt der Bund den Ländern 177 Millionen Euro für die Schaffung der Strukturen zur Verfügung, nach Sachsen gehen etwa zehn Millionen Euro. Laut Krause-Döring erhält die Messestadt in diesem Jahr 327.000 Euro, in den folgenden beiden 379.000 Euro. Leipzigs Sozialbürgermeister Fabian hofft, dass durch die Umsetzung einer Forderung des Bundes auch in Zukunft für das Projekt Geld aus Berlin fließen wird. „Ich erwarte, dass die Bundesreagierung das dauerhaft finanziert“, so Fabian am Mittwoch.

Neben den fünf Familienhebammen, deren Zahl im kommenden Jahr noch um zwei aufgestockt wird, finanziert das Projekt auch eine Kinderkrankenschwester und eine Koordinatorin. Letztere soll den Kontakt zwischen Gesundheits- und Jugendamt sowie zu den Experten des Allgemeinen Sozialdienstes (ASD) herstellen. Obgleich die Familienhebammen auch im Umgang mit Drogenabhängigen, Obdachlosen, Opfern von Gewalt und Missbrauch oder anderen Menschen in Problemlagen geschult wurden, sollen im Zweifelsfall Experten hinzugezogen werden. „Die Frauen wissen, in welcher Situation andere Fachbereiche einzuschalten sind“, so der Sozialbürgermeister am Mittwoch.

Gesundheitsamtsleiterin Krause-Döring geht in der Anfangszeit von einem Bedarf im zweistelligen Bereich aus. In Dresden, wo bereits seit vergangenem Jahr vier Teilzeithebammen arbeiten, nahmen bisher etwa zwei Dutzend Familien die Hilfe an. Sozialbürgermeister Fabian ist sich angesichts von 5000 Neugeborenen pro Jahr in Leipzig zumindest sicher, dass alle Familienhebammen in absehbarer Zeit auch gebraucht würden.

Die Familienhebammen sind ab 1. August in der Außenstelle Ost des Gesundheitsamtes in der Hermann-Liebmann-Str. 73 zu erreichen. Tel.: 0341/1236726

Telefonzeiten:

Mo, Mi, Do: 9 bis 12 Uhr und 13 bis 15 Uhr

Di: 9 bis 12 Uhr und 13 bis 17 Uhr

Fr: 9 bis 12 Uhr

Matthias Puppe

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