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Lokales Alte Fotografien erzählen die Geschichte des Leipziger Hauptbahnhofs
Leipzig Lokales Alte Fotografien erzählen die Geschichte des Leipziger Hauptbahnhofs
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00:32 03.12.2015
Ausstellungskurator Christoph Kaufmann vom Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig hat nicht nur zahlreiche alte Fotografien zusammengetragen.  Quelle: André Kempner
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Leipzig

Wie dieser Weg ausgesehen hat, zeigt das Stadtgeschichtliche Museum vom 2. Dezember bis 6. März 2016 in der Ausstellung „Unter einem Dach. Fotografien zur Baugeschichte des Leipziger Hauptbahnhofes“. Zu sehen sind historische Fotos, Baupläne und allerhand Wissenswertes zu Leipzigs Bahnhöfen. Denn bevor 1909 mit dem Bau des Hauptbahnhofes begonnen wurde, gab es bekanntlich sechs Bahnhöfe in der Stadt: den Dresdner – die erste Fernbahnstrecke auf dem europäischen Festland zwischen Leipzig und Dresden –, den Magdeburger, den Thüringer, den Berliner, den Eilenburger und den Bayerischen Bahnhof. Jeder dieser Bahnhöfe gehörte einer eigenen Bahngesellschaft, wie etwa der Leipzig-Dresdner Eisenbahn, der Magdeburg-Leipziger Eisenbahn-Gesellschaft oder der Sächsisch-Bayerischen Eisenbahn-Compagnie. Doch wegen der stetig anwachsenden Bevölkerung erwies sich die Trennung der Bahnhöfe als nicht mehr praktikabel

„Nach langen Verhandlungen entschied man sich für den Neubau eines Kopfbahnhofes. Für ihn mussten vier der sechs Bahnhöfe weichen, die allesamt am heutigen Standort des Bahnhofes standen“, erläutert Christoph Kaufmann, Kurator der Ausstellung. Am 1. Oktober 1907 wurde der Thüringer Bahnhof – nur 50 Jahre nach seiner Eröffnung – stillgelegt und abgerissen, um Platz für das neue Prestigeobjekt zu schaffen. 1913 musste dann der letzte, der Dresdner Bahnhof, weichen. Die Neigung des Baugrundes war dabei so stark, das eine große Menge Erdreich von Nöten war, um den Boden zu ebnen. Dieser Maßnahme verdankt Leipzig heute den Auensee. Der einzige der sechs ursprünglichen Bahnhöfe, der heute noch steht, ist der Bayerische Bahnhof.

Volker Rodekamp, Direktor des Stadtgeschichtsmuseums, hält den Bau des Hauptbahnhofes für einen bedeutenden Abschnitt in der Stadthistorie. „Der erste wichtige Abschnitt war die Erlangung des Messeprivilegs, der nächste die Entwicklung zur Musikstadt. Dann folgte der Bau des Hauptbahnhofes, der verdeutlicht, welch wichtige Stellung Leipzig als Eisenbahnkontenpunkt schon damals hatte.“

Das Stadtgeschichtliche Museum Leipzig zeigt vom 2. Dezember bis 6. März 2016 in einer Studioausstellung Fotos zur Entstehungsgeschichte des Hauptbahnhofs, der am 4. Dezember 1915 eröffnet wurde – und damals gleich vier Vorgänger-Bauten ersetzte. Auch zwei Meißner Deckelvasen aus dem fürstlichen Wartesaal und eine Wackel-Pagode (Buddha-Figur) sind zu sehen. (Fotos: André Kempner)

Stadtgeschichtliches Museum, Haus Böttchergäßchen, Böttchergäßchen 3; Eröffnung am Dienstag, 1. Dezember, um 18 Uhr; Öffnungszeiten der Studioausstellung vom 2. Dezember bis 6. März 2016: dienstags bis sonntags und an allen Feiertagen jeweils von 10 bis 18 Uhr.

Von Tatjana Kulpa

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