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Lokales Alte Hauptpost in Leipzig – neuer Eigentümer erläutert seine Pläne
Leipzig Lokales Alte Hauptpost in Leipzig – neuer Eigentümer erläutert seine Pläne
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18:43 07.05.2016
In die frühere Fernsprech-Halle der Leipziger Hauptpost soll nach Abschluss der Sanierung im Jahr 2018 eine privat betriebene „Mensa“ als Restaurant für jedermann einziehen.  Quelle: Foto: André Kempner
Leipzig

Nun ist es amtlich: Die Denkmalneu-Gruppe aus dem bayerischen Bad Heilbrunn hat die Leipziger Hauptpost erworben. Entsprechende Informationen, welche die LVZ am 22. April exklusiv veröffentlicht hatte, bestätigte Denkmalneu-Chef Thomas Scherer. Zugleich erläuterte er die weiteren Sanierungspläne für das Gebäudeensemble am Augustusplatz. „Die bereits begonnenen Arbeiten werden ohne Unterbrechung fortgesetzt“, sagte der 41-Jährige. Zum Ende des zweiten Quartals sollten der Abriss des früheren Telegrafenamtes am Grimmaischen Steinweg und der Erdaushub soweit abgeschlossen sein, dass mit dem Bau einer Tiefgarage begonnen werden kann. Deren Einfahrt liege künftig am Grimmaischen Steinweg, die Ausfahrt an der Querstraße. Im Mai erfolge der Startschuss zum Errichten eines neuen Motel-One-Hotels mit rund 300 Zimmern: und zwar an der Stelle des Telegrafenamtes. Letzteres war bekanntlich nicht denkmalgeschützt sowie ein sehr schlichter Bau. Der Nachfolger erhalte nun im Erdgeschoss noch einige Läden.

Voraussichtlich im Herbst sollen die Arbeiten an der Front zum Augustusplatz beginnen, fuhr Scherer fort. Im Zuge der denkmalgerechten Sanierung werde zunächst die Glas- und Aluminiumvorhang-Fassade von dem 110 Meter langen Stahlbetonbau abgenommen. Dieser war 1961 bis 1964 nach Entwürfen von Kurt Nowotny (Chefarchitekt im DDR-Ministerium für Post- und Fernmeldewesen) entstanden. Wie berichtet, will die Denkmalneu-Gruppe in dieser exponierten Lage ihr Konzept „Das lebendige Haus“ umsetzen. Selbiges hat sie bereits im ehemaligen Advanta-Riegel in Dresden – genau gegenüber vom weltberühmten Zwinger – verwirklicht. Hier wie dort sind die fränkischen Projektentwickler für ein deutsches Family Offices tätig, welches die Finanzierung übernimmt. Die Gesamtinvestition auf dem Leipziger 13 400-Quadratmeter-Areal: etwa 120 Millionen Euro.

Zu einem lebendigen Haus gehörten ganz verschiedene Nutzer, erklärte Scherer die Grundidee. Gastronomie, Läden, der italienische Designermöbel-Händler Who’s perfect, eine Büro-Etage sowie 150 Service-Apartments (für Kurzzeit- oder längere Aufenthalte in Leipzig) werde es in Zukunft mit freiem Blick zu Gewandhaus, Universität und Oper geben. Das Herz des lebendigen Hauses schlage ganz oben: Inmitten von gläserner Skybar, Lounge und Tagungszen-trum auf dem Dach werde ein Con-
cierge-Dienst eingerichtet, der nicht
nur Pakete annimmt, sondern auch Synergien zwischen den verschiedenen Nutzungsbereichen herstellt. „Zum Beispiel kann ich mir dann in der Wohnung eine Pizza aus dem Restaurant bestellen und die Abrechnung erfolgt direkt auf ein individuelles Hauskonto.“

Auch ein historisches Gebäude im Hof soll bis Mitte 2018 wieder belebt werden. Dort ziehen unter anderem ein Edeka-Markt und Büros ein. Später folgen Neubauten im hinteren Teil. Scherer betonte, dass der Leipziger Projektentwickler KSW als bisheriger Eigentümer ein hervorragendes Konzept für das ganze Areal erstellt habe. Das müsse nicht verändert, nur etwas verfeinert werden. „Es passt genau zur City. Deshalb haben wir KSW ein Angebot unterbreitet, das der Überzeugung entsprach: So eine stadtbildprägende Immobilie passt genau zu uns.“

Von Jens Rometsch

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