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Lokales Alte Messehallen in Leipzig sollen abgerissen werden – Weg für Porta-Möbelhaus frei
Leipzig Lokales Alte Messehallen in Leipzig sollen abgerissen werden – Weg für Porta-Möbelhaus frei
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15:44 23.05.2011
So sollte das neue Möbelhaus auf der Alten Messe nach einer früheren Studie aussehen - in der Mitte das Eingangsbauwerk der Messehalle 2 (Quelle: Porta). Die Landesdirektion Leipzig schreibt allerdings einen Fassadenwettbewerb vor. Quelle: PR
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Leipzig

Die Umgestaltung des Geländes ist jedoch an einen Fassadenwettbewerb geknüpft, wie Stefan Barton, Sprecher der Landesdirektion, mitteilte.

Porta will auf der Alten Messe rund 70 Millionen Euro investieren, um dort ein großes Möbelkaufhaus, einen Discounter (Möbel Boss) und ein Parkhaus zu errichten. Rund 250 Arbeitsplätze sollen dadurch nach Angaben des Unternehmens neu geschaffen werden. Bedingung für den Neubau war allerdings, dass die drei Hallen abgerissen werden dürfen, wie es die Stadt Leipzig und die LEVG, der kommunalen Eigentümer des Messegeländes, forcierten.

Beim Landesamt für Denkmalpflege als auch bei der Leipziger Denkmalstiftung stießen die Abrisspläne auf Ablehnung. Die Initiative verwies vor etwa einem Monat in einem offenen Brief auf den „hohen architektonisch-gestalterischen Wert“ der Hallen sowie den „außerordentlich historischen Wert aufgrund ihrer Entstehungsgeschichte in dem Zeitraum von 1928 bis 1937“. Die Brüche des Jahres 1933 (Machtergreifung Hitlers) für die Architekturgeschichte ließen sich dort „wie an wenigen Stellen“ ablesen, hieß es.

Gesicht der technischen Messe soll erhalten bleiben

Die Hallen 1 bis 3 auf der Alten Messe sollen für den Möbelhaus-Neubau abgerissen werden. Quelle: Volkmar Heinz

Die Landesdirektion, die in dem Streit laut Gesetz entscheiden musste, genehmigte nun zwar den Abriss der drei Messehallen. Sie fordert jedoch gleichzeitig die Erhaltung des Eingangsbauwerks der Messehalle 2, da dieses die Ansicht der Alten Messe präge. Zudem wurde die LEVG verpflichtet, einen Fassadenwettbewerb durchzuführen. Ziel sei es, „das den Leipzigern bekannte Gesicht der technischen Messe, das von der Prager Straße aus sichtbar ist, zu erhalten“, teilte Behördensprecher Barton mit. Damit wurden die Forderungen der Denkmalschützer zumindest teilweise umgesetzt.

Mit der geplanten Ansiedlung besteht nach Ansicht der Landesdirektion „die Möglichkeit, das Areal einer städtebaulich nachhaltigen und standortadäquaten Nutzung zuzuführen“. Bislang wurden die Hallen als Lager für den MDR-Fundus genutzt. Damit ließen sich aber nicht die Kosten für eine eigentlich dringend nötige Sanierung einspielen.

Der stellvertretende Vorsitzende der FDP-Fraktion im Leipziger Stadtrat René Hobusch hat die Porta-Entscheidung der Landesdirektion begrüßt. "Damit nimmt ein monatelanges Hin und Her endlich ein gutes Ende: Porta kann sinnvoll investieren und gleichzeitig wird ein Teil der alten Substanz in den Bau integriert. Das Gesicht der technischen Messe bleibt gewahrt", so Hobusch. Er halte dies für eine klassische Win-Win-Situation.

Robert Nößler

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