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Lokales Alte Propsteikirche in Leipzig wird nicht zur Flüchtlingsunterkunft
Leipzig Lokales Alte Propsteikirche in Leipzig wird nicht zur Flüchtlingsunterkunft
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19:13 28.05.2015
Die alte Propsteikirche in der Emil-Fuchs-Straße wird nicht zur Flüchtlingsunterkunft. Quelle: Dirk Knofe
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Leipzig

Die alte Propsteikirche in Leipzig wird nun doch nicht zur Flüchtlingsunterkunft. Das bestätigte Stadtsprecher Matthias Hasberg am Donnerstag auf Anfrage von LVZ.de. Experten hätten sich das Gebäude angesehen: Der Sanierungsaufwand sei für die zeitlich begrenzte Nutzung zu hoch.

Hauptsächlich bei den Sanitäranlagen hätte die Stadt deutlich nachbessern müssen, hieß es weiter. Auch der Brandschutz zeigte Mängel an. Dazu wären Ausbesserungsarbeiten für das undichte Kirchendach gekommen. Die Kommune geht davon aus, dass eine sechsstellige Summe nötig gewesen wäre, um das ehemalige katholische Gotteshaus in der Emil-Fuchs-Straße für Asylbewerber bewohnbar zu machen. Zu viel Geld für eine Nutzungsdauer von rund einem halben Jahr, hat die Kommune nun entschieden.

Die Kirchgemeinde St. Trinitatis hatte nie einen Hehl daraus gemacht, dass sie das stark durch Nässe geschädigte Gebäude am Waldstraßenviertel verkaufen will. Interessenten gibt es bereits, und beim Baudezernat läuft eine Voranfrage, um künftige Entwicklungsmöglichkeiten zu prüfen.

Die Idee der Flüchtlingsunterbringung hatte trotzdem spontan ein positives Echo in der Gemeinde gefunden. Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) unterbreitete Pfarrer Gregor Giele den Vorschlag am Tag der Weihe der neuen Propsteikirche am Luther-Ring. Die Kommune sucht ständig geeignete Räumlichkeiten, um Asylbewerber würdig unterbringen zu können. Im Jahr 2015 rechnet Leipzig mit der Ankunft von rund 2700 Flüchtlingen.

Evelyn ter Vehn

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