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Lokales Alternativer Leipzig-Guide: Guardian entdeckt die Eisenbahnstraße
Leipzig Lokales Alternativer Leipzig-Guide: Guardian entdeckt die Eisenbahnstraße
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13:42 10.08.2015
Die alternative Stadttour des britischen Guardian führt auch zur Eisenbahnstraße im Leipziger Osten. Quelle: André Kempner
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Leipzig

So sieht die Welt Leipzig: Entspannt und mit massenhaft Raum für Kreative – vor allem in Plagwitz und im Osten der Stadt. Das Londoner Medienhaus Guardian wagt mit dem „alternativen Stadtführer für Leipzig“ einen neuen Blick auf sein deutsches Lieblingskind unter den Städten. Vor allem die Melange aus alter Industriearchitektur und Kunst kommt beim Guardian-Publikum offenbar gut an.

Die Baumwollspinnerei taucht immer wieder in den Guardian-Reise-Tipps auf, aber Plagwitz sei nicht mehr so kantig, wie noch vor ein paar Jahren, schildert Autorin Josie Le Blond im jüngsten Artikel. Der Osten ist für den Guardian der neue Westen. Dass die Eisenbahnstraße aus der Innensicht eher wegen krimineller Vorgänge verrufen ist, wird nicht verschwiegen. Aber die Mischung aus alternativ-studentischen Projekten und das Miteinander vieler verschiedener Kulturen überzeugt offenbar: Pop-Up-Galerien und Kunstprojekte, gemeinnützige Kulturprojekte wie "Das Japanische Haus" inklusive wöchentlicher Volksküche sind einen Tipp wert.

Überhaupt die Esskultur: Da kann Plagwitz wieder punkten, und womöglich künftig mit mehr internationalen Gästen rechnen. Statt in Ketten-Lokalen zu futtern empfiehlt der Guardian Street-Food-Events wie "The Market" im Täubchenthal, Veganes oder einen kulinarischen Trip nach Vietnam oder Marokko. Der Streifzug führt durch Clubszene (klar: mit Distillery), nennt Kunst-Events wie die Designers' Open und führt auch in kleine Galerien wie den Kunstraum D21 in Lindenau.

Der Streifzug eignet sich auch für (Neu-)Leipzig als charmanter Wegweiser, die Stadt mal wieder mit anderen Augen zu sehen. Dazu gibt es  gesammelte Reisetipps von Leipzig-Besuchern und Einheimischen, die zu Lokalen wie dem "Wilden Heinz" mit seinem lebendigen Ziegenbock als Haustier, in den Biergarten "Substanz" in Reudnitz oder zum Bruno-Plache-Stadion führen. Sahnehäubchen sind aber für alle, die Leipzig lieben, eher die Instagram-Fotos: Authentische Momente vom Hausfest im Waldstraßenviertel bis zum Theater auf der Feinkost.

Alternative Stadtführungen, die sich auch für alle eignen, die schon in der Stadt leben, gibt es übrigens seit einigen Jahren in Leipzig. Sie werden organisiert von dem nichtkommerziellen Projekt "Stadt Karawane". Wer sich dort für eine Tour anmeldet, dem öffenen Leipziger ihre Türen. Unter den Gastgebern sind viele Kreative, die auf der rund fünfstündigen Expedition Einblick in ihr Leben und ihre Arbeit geben. Spannende Gespräche inklusive.

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