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Lokales Am 7. März wird die Bornaische Straße für Autofahrer gekappt – Radstreifen kommt
Leipzig Lokales Am 7. März wird die Bornaische Straße für Autofahrer gekappt – Radstreifen kommt
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00:18 31.01.2016
An der Kreuzung zur Raschwitzer/Siegfriedstraße wird von Hauswand zu Hauswand gearbeitet. Dieser Bereich wird vom 18. Mai bis zum 9. Juli sogar teilweise für Anlieger gesperrt. Quelle: André Kempner
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Leipzig

Die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) bauen die Bornaische Straße um: Vom 7. März bis zum 16. August wird der Bereich zwischen der Giebner- und der Raschwitzer Straße zu einer Großbaustelle. Der Autoverkehr fließt dann über Goethesteig, B 2 und Prinz-Eugen-Straße; der Straßenbahnverkehr soll auf einem Gleis abgewickelt werden.

Die LVB haben die wichtige Magistrale bereits auf mehreren Abschnitten modernisiert. Aktuell laufen noch Bauarbeiten am Straßenbahnhof Dölitz, der für 32,6 Millionen Euro umgebaut wird. „Die Arbeiten liegen im Plan“, erklärte LVB-Planer Jens Ellinger am Dienstag auf einer Info-Veranstaltung im Pfarrgemeindesaal an der Bornaischen Straße 121. Geplant sei, das Großprojekt im Sommer 2016 abzuschließen. Dann soll der Umbau zwischen Rackwitzer und Giebnerstraße auf Hochtouren laufen.

Das ist auf den Fahrbahnen geplant: Vorgesehen ist, auf beiden Seiten der Bornaischen Straße die Fahrbahnen zu erneuern und mit neuen Radfahrstreifen, Parkplätzen und Blindenleitsystem auszustatten. „Der Radweg wird mit einer durchgehenden Linie markiert – darf also nicht von Autos überfahren werden“, erläuterte Ellinger. Die Sanierung der Gehwege sei nicht vorgesehen – das Baubudget reiche dafür nicht aus. Im Plan enthalten sei aber die Umgestaltung der gesamten Kreuzung Bornaische/Raschwitzer/Siegfriedstraße einschließlich der Haltestellenbereiche.

Das planen die LVB: Die Haltestelle Raschwitzer Straße wird zu einem behindertengerechten Haltestellenkap mit angehobener Radfahrbahn ausgebaut, die Gleise von der Ernst-Toller- bis zur Giebnerstraße werden grundhaft erneuert und im Bereich der Haltestellen in einer neuen Lage verlegt. „Wir spreizen dort die Gleise und errichten in der Mitte der Fahrbahn eine Querungshilfe für Fußgänger“, kündigte Ellinger an. Dies erhöhe die Sicherheit der Passanten; es seien ja auch viele Schulkinder auf der Strecke unterwegs.

Darauf sollten sich Anlieger einstellen: Vom 18. Mai bis zum 9. Juli wird die Kreuzung Bornaische/Raschwitzer/Siegfriedstraße gesperrt. Anlieger können dort nur noch von der Bornaischen Straße stadtauswärts in die Raschwitzer Straße abbiegen sowie von der Raschwitzer Straße stadteinwärts in die Bornaische Straße. Zu allen anderen Zeiten bleibt das Überqueren der Kreuzung für den Anliegerverkehr unter Baustellenbedingungen gewährleistet. Die LVB richten auch wieder ein Baustellen-Nottelefon ein. Anlieger können unter der Nummer 0173 3508053 anklingeln.

Damit müssen Fahrgäste rechnen: Die Straßenbahnlinie 11 wird am Wochenende 12. bis 13. März sowie in der Zeitspanne 9. bis 17. Juli gekappt. Zwischen den Haltestellen S-Bahnhof Connewitz, Klemmstraße und Markkleeberg-Ost, Schillerplatz sind Ersatzbusse im Einsatz, die durch den Baustellenbereich fahren. Die Buslinie 79 fährt vom 7. März bis zum 16. August zwischen den Haltestellen Raschwitzer Straße und S-Bahnhof Connewitz, Klemmstraße über die Rembrandtstraße. Für die Besucher des Wave-Gotic-Treffens wollen die LVB vom 12. bis zum 17. Mai einen zweigleisigen Straßenbahnbetrieb gewährleisten.

Das sagen die Anwohner: Bei der Informationsveranstaltung wurden Befürchtungen laut, dass nach dem Umbau die Straßenbahnen und Busse der LVB noch schneller durch die Bornaische Straße fahren könnten. „Sie bauen doch im Straßenbahnhof Dölitz eine neue Abstellanlage für 31 Straßenbahnen und 15 Busse“, hieß es außerdem. „Müssen wir jetzt damit rechnen, dass künftig noch zusätzliche Bahnen fahren, weil sie dort abgestellt werden?“ LVB-Planer Jens Ellinger entgegnete, dies sei nicht zu erwarten. Außerdem wurde gefordert, die LVB sollen gestalterische Ideen für ihre in diesem Bereich hässlichen Fahrleitungsmasten entwickeln oder diese zumindest begrünen. Auch die von Vandalen zerstörten Fahrkartenautomaten sollten wieder schnell in Gang gebracht werden. Zudem wurde angeregt,die Straßenbahnlinie 9 von der Wendestelle Klemmstraße bis zum Straßenbahnhof Dölitz zu verlängern und so das Angebot zu verbessern.

Von Andreas Tappert

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