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Lokales Am Sonntag viel Neues, aber zwischen Leipzig und Halle wird’s langsamer
Leipzig Lokales Am Sonntag viel Neues, aber zwischen Leipzig und Halle wird’s langsamer
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08:51 14.12.2015
Die S 5 verkehrt ab morgen über den Flughafen hinaus bis nach Halle. Dafür endet die S 5 x am Airport.  Quelle: Leipzig report
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Leipzig

 Am Sonntag geht der zweite Teil des Mitteldeutschen S-Bahn-Netzes in Betrieb. Dann verbinden insgesamt acht Linien den Nahverkehrsraum Leipzig/Halle mit den sachsen-anhaltischen Städten Magdeburg, Dessau-Roßlau, Bitterfeld-Wolfen und Lutherstadt Wittenberg. Zwar verspricht die Bahn ein verbessertes Service-Angebot, doch zwischen Leipzig und Halle wird sie langsamer.

 Die Reisezeit zwischen den beiden Großstädten verlängert sich auf den Linien S 3 und S 5 um bis zu sieben Minuten. Grund sind die umfangreichen Umbauarbeiten am halleschen Hauptbahnhof, dessen komplette Ostseite ab Sonntag für ein Jahr gesperrt wird. Nach Fertigstellung aller Arbeiten im Dezember 2017 sollen die Züge dann wieder deutlich schneller unterwegs sein.

 In diesem Zusammenhang steht auch ein Linienwechsel von S 5 und S 5 x. Während die S 5 ab Sonntag über den Flughafen bis Halle verlängert wird, endet die S 5 x dann am Airport.

 Die S 1 verkehrt neu bis nach Stötteritz, der bisherige Abschnitt bis nach Wurzen und Riesa wird durch die S 4 bedient. Die S 2 wird stündlich ohne Umsteigen bis Dessau verlängert (bis Delitzsch im 30-Minuten-Takt), hält aber für zwei Jahre nicht in Leipzig-Nord. Außerdem beginnt und endet diese Linie 2016 baubedingt meist in Connewitz, danach wie geplant in Markkleeberg-Gaschwitz. Weiter in die Region fährt auch die S 3 – von Halle-Trotha bis nach Borna und Geithain.

 In der City-Tunnel-Station Hauptbahnhof fahren die Züge ab Sonntag jeweils zwei Minuten eher, also zu den Minuten 3, 8, 13, 18 und so weiter.

 Weil die S 2 mit Zügen aus dem neu hinzukommenden S-Bahn-Netz bestückt wird, sollen für die anderen Linien mehr Fahrzeuge zur Verfügung stehen. Die Bahn erhofft sich dadurch weniger Kapazitätsengpässe – vor allem zwischen Leipzig und Halle. Ob dadurch ab Fahrplanwechsel auf der S 3 und der S 5 grundsätzlich in Doppeltraktion (zwei miteinander verbundene Triebwagen) gefahren wird, ist aber fraglich.

 Durch Verzögerungen beim Vergabeverfahren kommt im neuen S-Bahn-Netz zunächst ein Ersatzkonzept mit modernen, bundesweit zusammengezogenen und City-Tunnel-tauglichen Doppelstockzügen zum Einsatz. Im Sommer nächsten Jahres werden dann sukzessive 29 moderne silbergraue Elektrotriebwagen vom Typ Talent 2 auf die Schiene gebracht (Kosten: 146 Millionen Euro). Im Gegensatz zu den derzeitigen Triebzügen sind die Türen rot und nicht grün lackiert.

 Mit der im erweiterten S-Bahn-Netz integrierten Elbe-Saale-Bahn ist der Fahrgast auf der Premiumlinie zwischen Leipzig und Magdeburg (RE 13) schneller als bisher unterwegs.

 Reisende können ihr Ticket nunmehr immer auch im Zug kaufen – am Automaten oder beim auf allen Linien fahrenden Kundenbetreuer. Eine kurze unaufgeforderte Meldung bei letzterem nach dem Einsteigen genügt.

 Im neuen Netz sollen spezielle Kundengarantien gelten. Beispielsweise greifen Regularien, wenn ein Kleidungsstück im oder am Zug verunreinigt worden ist. Ebenso müssen Anfragen und Beschwerden – telefonisch oder schriftlich – in einer bestimmten Zeit beantwortet werden.

www.bahn.de/s_mitteldeutschland/view/

Von Martin Pelzl

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