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Lokales Am Sonntag werden auch in Leipzig die Uhren auf Sommerzeit gestellt
Leipzig Lokales Am Sonntag werden auch in Leipzig die Uhren auf Sommerzeit gestellt
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15:42 21.03.2017
Am Sonntagmorgen wird die Uhrzeit von 2 Uhr auf 3 Uhr gestellt. Quelle: dpa
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Leipzig

Wer sich im Internet durch die Leserkommentare zum Thema Zeitumstellung quält, stellt eines schnell fest: Das Wechselspiel hat bei vielen Menschen keinen guten Stand. „Man sollte diesen Schwachsinn schnellstmöglich revidieren“, und „Für mich ist das alles bekloppt“, steht zum Beispiel unter einem älteren Beitrag auf LVZ.de geschrieben. Und tatsächlich, das ursprüngliche Ziel, Energie zu sparen, darf mit Blick auf Untersuchungen zumindest angezweifelt werden. Schon 2008 stellten Wirtschaftwissenschaftler von der University of California in Santa Barbara fest, dass Privathaushalte durch die Zeitumstellung keine Energie sparen. Für die Studie wurden über sieben Millionen Stromzähler ausgewertet. Doch nicht nur energiepolitisch steht die Sommerzeit in der Kritik.

Die Uhr geht vor, der Körper nicht

Feinfühlige Menschen klagen im Nachgang der Umstellung unter anderem über Schlafstörungen und Appetitlosigkeit. Das Problem sei, dass man zwar die Uhrzeit verändern kann – nicht aber die innere Uhr im Körper, erklärt Professor Till Roenneberg, Leiter der Human Chronobiologie an der Ludwigs-Maximilian-Universität München. Der Mensch leide im Vergleich zu unseren Vorfahren durch spätes Schlafen und frühes Aufstehen ohnehin häufig an einer Art „sozialen Jetleg“. Dieser werde durch die Sommerzeit noch verstärkt. Ein Beispiel: Wer um 6 Uhr aufstehen muss, hat auf seiner inneren Uhr im Sommer erst 5 Uhr erreicht – und muss damit zu früh aus dem Schlaf. Wer dagegen um 23 Uhr ins Bett geht, um zumindest auf sieben Stunden Schlaf zu kommen, ist oft noch nicht müde genug – denn die innere Uhr zeigt ja erst 22 Uhr an.

Auf Knopfdruck eine Stunde später

Geändert hat sich in Deutschland trotz anhaltender Kritik nichts. Nachdem im Kaiserreich bereits 1916 erstmalig und bis 1949 immer wieder mit Zeitumstellungen experimentiert wurde, erfuhr die Uhrzeit bis 1980 keine regelmäßigen Eingriffe mehr. Danach legten DDR und BRD 16 Jahre lang gemeinsam ihre Umstellung fest, bevor 1996 für die Europäische Union ein einheitliches Verfahren in Kraft trat, das bis heute Gültigkeit hat. Und so werden auch in diesem Frühjahr, genauer gesagt am kommenden Sonntagmorgen die Uhren von der Normalzeit auf die Sommerzeit umgestellt – eine Stunde nach vorn. Der offizielle Zeitpunkt hierfür ist 2 Uhr. Auf einen Schlag ist es dann 3 Uhr und die Nacht eine Stunde kürzer. Zurück gibt es die „gestohlenen“ 60 Minuten erst im kommenden Herbst.

Von Anton Zirk

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