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Lokales Ampel-Blitzer von Jenoptik offenbar falsch installiert – womöglich auch in Leipzig
Leipzig Lokales Ampel-Blitzer von Jenoptik offenbar falsch installiert – womöglich auch in Leipzig
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16:44 11.03.2018
Probleme mit den Induktionsstreifen: Eine Radarmessanlage des Typs "Traffipax" an einer Düsseldorfer Ampel.  Quelle: dpa
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Jena/Leipzig/Dresden

Anlagen des Jenoptik-Konzerns zur Überwachung von Rotlichtsündern könnten in einigen Städten nicht ordnungsgemäß installiert sein. Allein die Stadt Düsseldorf hat deswegen acht Anlagen aus dem Betrieb genommen. Nach Angaben einer Sprecherin der Jenoptik AG in Jena ist das Unternehmen derzeit mit rund 80 Kommunen im Kontakt. Der Grund: Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt in Braunschweig habe die Aufbauanleitung für die „Ampel-Blitzer“ präzisiert.

Und es dürfte noch mindestens eine weitere Kommune Gesprächsbedarf haben. Wie aus dem Leipziger Ordnungsamt am Freitag verlautete, handelt es sich bei sämtlichen der 30 Rotlicht-Blitzer der Messestadt um Jenoptik-Geräte. „Wir werden das Prozedere in Düsseldorf abwarten und danach mit Jenoptik sprechen“, heißt es in einer Stellungnahme. Keinen Redebedarf hat indes die Stadt Dresden. Die drei im Einsatz befindlichen Rotlicht-Blitzer stammen von einer anderen Firma.

Hintergrund: Das Problem liegt im Abstand der Induktionsschleifen, die in der Fahrbahn verlegt werden. Demnach muss der Abstand der Schleifen nun 1,20 Meter betragen. „Bis 2017 gab es eine Soll-Regelung, jetzt eine Muss-Regelung“, sagte die Jenoptik-Sprecherin. In wie vielen Städten es davon Abweichungen gebe, sei derzeit offen. „Es gibt keinen Anhaltspunkt, dass es zu fehlerhaften Messungen kommt.“ Die Tageszeitung „Express“ hatte zuerst über die Stilllegung von Rotlicht-Anlagen in Düsseldorf berichtet.

„Die Messanlagen funktionieren unabhängig vom Abstand der Induktionsschleifen korrekt“, betonte die Jenoptik-Sprecherin. Es geht um den Typ „Traffipax TraffiPhot III“. Teilweise seien die Anlagen zur Überwachung von Rotlichtsündern seit den achtziger Jahren im Einsatz.

„Ob es zu Fehlmessungen gekommen ist, wissen wir nicht“, sagte Robert Wynands von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt. Die Präzisierung der Auflagen für die Sensorschleifen sei „streng formal“, damit eine gegenseitige Störung ausgeschlossen sei. Es habe sich herausgestellt, dass die Soll-Formulierung als unverbindliche Anweisung missverstanden wurde. Deswegen sei sie bereits 2005 zu einer Muss-Bestimmung präzisiert worden.

Derzeit würden nun keine Bußgeldverfahren mehr eingeleitet, teilte das Amtsgericht in Düsseldorf jetzt mit. Welche Folgen sich für bereits abgeschlossene Verfahren ergeben, hänge von den weiteren Prüfungen der Messanlagen ab.

Jenoptik hatte die Stadt über die Präzisierung beim Abstand der Induktionsschleifen informiert. „Wir haben die Anlagen noch am selben Tag außer Betrieb genommen“, sagte Düsseldorfs Ordnungsdezernent Christian Zaum. Allein im vergangenen Jahr seien in Düsseldorf rund 6000 Rotlichtverstöße registriert worden. Aktuell würden Schadenersatz-Forderungen an den Hersteller geprüft. Die Stadt habe aber keine Hinweise darauf, dass es zu Fehlmessungen gekommen sei.

Von Frank Christiansen, Simone Rothe und Andreas Tappert

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