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Lokales Ampel in der Harkortstraße spaltet die Leipziger Verkehrsteilnehmer
Leipzig Lokales Ampel in der Harkortstraße spaltet die Leipziger Verkehrsteilnehmer
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01:00 13.05.2013
Autofahrer sind genervt: In der relativ kurzen Harkortstraße wurde jetzt an der Einmündung Beethovenstraße (Foto) die fünfte Ampel aufgestellt. Quelle: Wolfgang Zeyen

Für Autofahrer ist sie ein Graus. In den Hauptverkehrzeiten staut sich der Verkehr kilometerlang.

Am Freitagnachmittag war es wieder zu sehen: Gegen 16.30 Uhr standen die Autos vom neuen Übergang bis zum Martin-Luther-Ring und dann noch bis in Höhe des Kolonnadenviertels dicht an dicht. Verärgert mussten die an der Ampel stehenden Autofahrer mit ansehen, wie der ihnen entgegen rollende Verkehr problemlos den neuen Übergang überqueren und an ihnen vorbei in Richtung Stadtzentrum fahren konnte - während die Ampel ihnen Rot signalisierte.

Morgens ist es ähnlich: Dann staut sich der Pendler-Strom stadteinwärts und viele Autofahrer, die bereits lange an der Ampelkreuzung Riemannstraße gewartet haben, müssen schon 50 Meter weiter an der neuen Ampel Beethovenstraße erneut stoppen. Die Ampelschaltung müsste unbedingt überarbeitet werden, fordern deshalb viele Autofahrer - natürlich so, dass sie in ihren Fahrzeugen zügiger vorankommen.

Völlig anders sieht dies der Studentenrat der Universität Leipzig. Er fordert jetzt öffentlich eine Verlängerung der Grünphasen der neuen Ampel - allerdings für Fußgänger und Radfahrer. Bei der Programmierung der neuen Anlage habe die Stadt die Länge der Grünphasen zu sehr auf die viel befahrene Harkortstraße ausgerichtet, kritisiert Friedemann Goerl, Referent für nachhaltige Mobilität des Studentenrats. "Das Grün für die Überquerung der Hauptstraße beträgt lediglich etwa 15 Sekunden." Danach leuchte die Lichtzeichenanlage wieder Rot auf und es müsse eine Wartezeite von über einer Minute in Kauf genommen werden. Dadurch würden Verkehrsteilnehmer benachteiligt, die "von Natur aus keiner Ampeln bedürften". Dies zeige, wo immer noch die Prioritäten der Stadtplanung lägen: beim "fossilen Kraftverkehr".

Im Rathaus heißt es, die neue Ampel gehöre zu einem koordinierten Steuerungssystem, das bis zur Lichtsignalanlage Wundt-/Mahlmannstraße reicht. "Dieses System muss angepasst werden", sagt Christoph Sorger von Referat Kommunikation. "Momentan befinden wir uns in der Feinjustierungsphase für das gesamte Steuerungssystem. Aufgrund von Umleitungsverkehr in der Harkortstraße, verkehrswidrigem Verhalten einzelner und technischen Problemen findet die Justierung unter erschwerten Bedingungen statt und wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen."

Der Wunsch der Studenten nach einer Verlängerung der Grünphase für Fußgänger und Radfahrer wird offenbar kritisch gesehen. "Im koordinierten Steuerungssystem wird in dem jeweiligen Programm die maximal mögliche Grünphase geschaltet", sagt Sorger. "Eine Verlängerung ist nicht möglich, weil das Freihalten des Straßenzuges Harkortstraße - Wundtstraße unbedingt notwendig ist, damit der Querverkehr Beethovenstraße - Straße des 17. Juni seine Freigabe nutzen kann."

Dennoch wird die Straßenverkehrsbehörde der Stadt die Aufreger-Ampel weiter im Blick behalten. "Nach der Inbetriebnahme erfolgt grundsätzlich eine Überprüfung der Schaltung im praktischen Betrieb", betont Sorger. "Diese Überprüfung ist noch nicht abgeschlossen."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 13.05.2013

Andreas Tappert

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