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Anbindung des Lindenauer Hafens bewilligt: FDP übt Kritik, Wasserfest-Veranstalter jubeln

Anbindung des Lindenauer Hafens bewilligt: FDP übt Kritik, Wasserfest-Veranstalter jubeln

Quasi mit letzter Kraft hat Leipzigs Ratsversammlung einen seit mehr als 100 Jahren erhofften Traum der Messestädter auf den Weg gebracht: Die Stadträte gaben am Mittwoch nach einem wahren Sitzungsmarathon gegen 22.30 Uhr grünes Licht für die Anbindung des Lindenauer Hafens an den Karl-Heine-Kanal.

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Planungsskizze zur Anbindung des Lindenauer Hafens an den Karl-Heine-Kanal.

Quelle: Ingenieurbüro für Siedlungswasserwirtschaft und Tiefbau

Leipzig. Noch in diesem Jahr soll mit dem Bau der 665 Meter langen Wasserverbindung parallel zur Plautstraße, die seit 1889 auf Vollendung wartet, begonnen werden.

18 Millionen Euro sollen bis 2015 beim ambitionierten Projekt verbaut werden, von dem sich nicht nur die Stadtverwaltung Effekte für die Stadtentwicklung im Leipziger Westen erhofft. Die Kommune muss etwa 3,8 Millionen aus dem eigenen Haushalt beisteuern, 7,6 Millionen Euro sollen aus Grundstücksverkäufen an der Plautstraße gewonnen werden. Der Rest der Kosten wird mit Fördergeldern finanziert, unter anderem aus dem EU-Stadtentwicklungsfond „Jessica“.

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In früheren Planungen waren sogar mehr als 22 Millionen Euro Gesamtkosten veranschlagt worden. Nachdem zugesicherte Finanzhilfen des Freistaates für den Bau kurzfristig gestrichen worden waren, setzte das Amt für Stadtplanung den Rotstift an und konnte letztendlich einen mehrheitsfähigen, abgespeckten Bauvorschlag mit geringeren Risiken für die Stadt vorlegen. Unter anderem wurden eine ursprünglich eingeplante Freitreppe aus Beton, eine kleine Brücke und ein großes Wendebecken gestrichen.

Am Tag nach der Entscheidung stieß die Verabschiedung der Pläne nicht überall auf Gegenliebe. Vor allem René Hobusch, Mitglied der FDP-Fraktion im Stadtrat, machte seinem Unmut Luft. „CDU, Linke und SPD haben hier die falschen Prioritäten gesetzt, anstatt mehr Geld für Kitas, Schulen, Straßen und Wege bereit zustellen, sind gestern Abend fast vier Millionen Euro Steuergeld im Lindenauer Hafen versenkt worden“, erklärte der Stadtrat. Hobusch zeigt sich zwar verständlich für die „reizbare“ Idee einer Anbindung der verwaisten, nie genutzten Hafenanlagen. „Sie ist aber angesichts der bestehenden Herausforderungen nicht finanzierbar“, sagte Hobusch.

Spatenstich am Lindenauer Hafen:

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Leipzig. Quasi mit letzter Kraft hat Leipzigs Ratsversammlung einen seit mehr als 100 Jahren erhofften Traum der Messestädter auf den Weg gebracht: Die Stadträte gaben nach einem wahren Sitzungsmarathon am Mittwochabend gegen 22.30 Uhr grünes Licht für die Anbindung des Lindenauer Hafens an den Karl-Heine-Kanal. Noch in diesem Jahr soll mit dem Bau begonnen werden.

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Dagegen zeigte sich der Verein Wasser-Stadt-Leipzig, der auch das alljährlich Leipziger Wasserfest organisiert, hocherfreut über das klare Votum der Stadträte für den Kanalbau. „Es freut mich, dass es trotz aller erforderlichen Sparauflagen für die Stadt Leipzig möglich ist, offen für die Vollendung von Visionen zu sein. Zumal es hierbei um Visionen für den gesamten Leipziger Westen geht und nicht für eine kleine elitäre Gruppe“, sagte Vereinsvorsitzende Sabine Heymann am Donnerstag. Für ihren Stellvertreter Frank Fechner öffne sich mit der lang erwarteten Bewilligung der Anbindung „der Weg von der Elster bis zur Alster ein großes Stück“.

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Wasserfest am Lindenauer Hafen. (Archivfoto)

Quelle: André Kempner

Die Idee für den Kanal geht auf den Leipziger Unternehmer Karl Heine zurück, der zwischen 1856 und 1898 den heute nach ihm benannten Kanal in der Stadt errichten ließ. Aufgrund von finanziellen Schwierigkeiten wurde der Kanalbau nie fertig gestellt. Der Lindenauer Hafen wurde während des zweiten Weltkrieges errichtet. Ähnlich wie der Elster-Saale-Kanal westlich der Messestadt wurden der Lindenauer Hafen und seine Anbindung an die Wasserstraßen aber aufgrund des Krieges nicht fertig gestellt.

Matthias Puppe / Jens Rometsch

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