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Lokales Andreas Pankau testet für die LVZ eine Woche lang den neuen e-Golf
Leipzig Lokales Andreas Pankau testet für die LVZ eine Woche lang den neuen e-Golf
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09:16 15.05.2017
ald tauscht er seinen Audi gegen einen e-Golf: Testfahrer Andreas Pankau. Quelle: Dirk Knofe
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Leipzig

Noch eine Woche muss er warten, dann darf Andreas Pankau endlich ans Steuer. Der 38-Jährige ist der glückliche Gewinner des e-Auto-Tests, für den die Leipziger Volkszeitung Fahrer gesucht hat, die Lust haben, den neuen e-Golf eine Woche lang unter Alltagsbedingungen fahren und auf Herz und Nieren zu prüfen. An diesem Test, den die LVZ in Kooperation mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland und Volkswagen startet, nehmen vom 13. bis zum 20. Mai Personen in zehn Städten teil.

Das Bewerbungsvideo des Leipziger Zahnarztes hat überzeugt: Er darf nächsten Samstag losfahren und wird mit dem e-Golf dann seinen Weg zur Arbeit zurücklegen. Fast täglich pendelt er nach Chemnitz ins Klinikum und legt dabei insgesamt 170 Kilometer zurück. Ob der e-Golf diese Strecke meistert? Andreas Pankau ist zuversichtlich: „Ich hoffe, dass er seine 200 Kilometer schafft.“

Ob er im neuen e-Auto wohl auch so bequem sitzt wie in seinem 13 Jahre alten Audi? Quelle: Dirk Knofe

Pankau ist ein routinierter Autofahrer. Bevor er vor fünf Jahren in Chemnitz anfing, arbeitete er in Städten rund um Leipzig. Eine Stunde Fahrt nahm er dafür im Schnitt in Kauf. Die Bahn kam nie in Frage. Zu unflexibel, zu schlechte Anbindung. Pankau fährt lieber mit dem eigenen Auto. Morgens halb sechs steigt er in seinen Audi. Dann geht es auf den Stadtring, auf dem um diese Uhrzeit noch wenig los sei, und anschließend auf die Autobahn gen Süden.

6:45 Uhr muss Pankau in der Klinik sein, da beginnt die Visite. Als Oralchirurg zieht er Zähne, behandelt Zahnverletzungen, übernimmt die erste Versorgung vor der Operation. „Das ganze Blutige“, das sei sein Job, erklärt er. Feierabend macht er 15.15 Uhr, manchmal hat er auch 24-Stunden-Dienst im Krankenhaus. Danach will der Zahnarzt nur eines: zügig nach Hause.

Kein Raser, aber zügig unterwegs

Pankau gibt zu, dass er manchmal „ein bissel schneller als erlaubt“ unterwegs sei, zehn oder zwanzig Km/h. Generell aber sei er „ein ruhiger Autofahrer, kein Drängler“. Durch das Pendeln kletterte der Kilometerstand seines 13 Jahre alten Audis zuletzt auf 330 000. Pankau sagt, er will ihn so lange fahren, wie es geht. Eine Tankfüllung pro Woche verfährt er mit dem Diesel, das macht Spritkosten von etwa 200 Euro im Monat. Er überlegt, ob er mit dem e-Auto wohl günstiger fährt. Pankau wiegt den Kopf hin und her. Noch kann er an den öffentlichen Ladesäulen gratis Strom tanken. Das wäre eine Einsparung von 100 Prozent.

So sieht der neue e-golf fabrikneu aus. Quelle: Uli_Sonntag

Der Zahnarzt beschäftigt sich schon eine Weile sporadisch mit dem Thema Elektromobilität, dachte schon ernsthaft darüber nach, sich ein e-Auto zuzulegen. Der Vorteil: Es hat weniger Verschleißteile, die kaputt gehen können. Die bis zu 4000 Euro, die der Staat jedem e-Auto-Käufer seit Neuestem schenkt, sind für ihn jedoch kein ausreichender Anreiz, sich eines zuzulegen. Der neue e-Golf kostet 36.000 Euro. „Das ist auch mit der Prämie noch sportlich“, findet Pankau. Umso mehr ist er gespannt, ob ihn das Auto wohl überzeugen wird, auch, was die Ausstattung betrifft. Tempomat, Klimaanlage, Sitzheizung, eine gute Anlage und helle Scheinwerfer sind ihm wichtig.

Die geringe Reichweite sieht er problematisch

Das für ihn größte Problem des Fahrzeugs: die geringe Reichweite. „Was ist, wenn ich mal in den Skiurlaub fahren will, das sind dann 500, 600 Kilometer“, sagt er. In der Testwoche will er gern seine Oma besuchen, die 330 Kilometer entfernt in Mecklenburg-Vorpommern lebt. Das heißt 660 Kilometer hin- und zurück. Pankau würde gern ausprobieren, ob er die Fahrt mit dem e-Golf schafft. „Ich müsste dann wahrscheinlich in der Nähe von Berlin laden.“

Die Ausstattung ist Andreas Pankau wichtig: Sitzheizung sollte schon sein. Quelle: Uli_SonntagUli_Sonntag

Neugierig ist auch Partnerin Bianka Kliemann, mit der Pankau in einer gemeinsamen Wohnung im Leipziger Waldstraßenviertel lebt. Die 34-Jährige will das Auto nur als Beifahrerin kennen lernen. Die Germanistin fährt nämlich lieber Fahrrad. „Ein e-Auto ist auf jeden Fall umweltfreundlicher als ein normaler Pkw“, findet sie und meint: „Die Autoindustrie könnte in dem Bereich viel weiter sein.“ Ob sich ein e-Auto als alleiniges Fahrzeug für sie und ihren Freund eignet, bezweifelt Kliemann allerdings. Doch als Zweitauto sei es sicher praktisch.

Andreas Pankau ist gespannt, ob ihn der e-Golf letztlich überzeugt. Er geht optimistisch an die Testwoche heran – und will sich einfach mal überraschen lassen.

Von Gina Apitz

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