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Angriff auf Polizeiposten: Fährtenhündin überführt die Täter

Leipziger Eisenbahnstraße Angriff auf Polizeiposten: Fährtenhündin überführt die Täter

Nach dem Anschlag auf einen Polizeiposten in der Leipziger Eisenbahnstraße hätten die Täter auch ohne ihr Geständnis überführt werden können. Eine Fährtenhündin hatte ihre Spur aufgenommen, berichtete am Freitag eine Zeugin am Amtsgericht. Die Handy-Auswertung ergab zudem: Die Gruppe hatte sich für die Tatnacht verabredet.

Der Polizeiposten in der Leipziger Eisenbahnstraße (Archivbild)

Quelle: Wolfgang Zeyen

Leipzig. Auch ohne ihr Geständnis hätten die sechs Angeklagten überführt werden können. Vor allem aufgrund ihrer – getragenen – Socken. Das wurde am Freitag, dem zweiten Tag im Prozess um den Angriff auf den Polizeiposten in der Eisenbahnstraße sowie den Brandanschlag auf einen davor stehenden Funkstreifenwagen, offenbar. „Eine Socke ist immer ein guter Geruchsträger“, sagte Hundeführerin Katharina H. (32) als Zeugin am Amtsgericht. Die Polizeibeamtin wurde unmittelbar nach der Tat am 6. August 2015 sowie der vorläufigen Festnahme der verdächtigen Linksautonomen mit Ronja, einer Deutschen Schäferhündin, zum Tatort gerufen. Jedem waren die Socken abgenommen, in separaten Tüten verpackt und schließlich der Fährtenhündin einzeln vor die Nase gehalten worden. Justament an jenen Stellen, wo die Polizei die Verdächtigen im Bereich von Hermann-Liebmann-, Konrad- und Zollikoferstraße gestellt hatte, wurde Ronja angesetzt. Bei sechs aufeinanderfolgenden Touren, so die Zeugin von der Diensthundestaffel der Polizei weiter, „landeten wir im selben Bereich“. Dabei handelte es sich jeweils um den Polizeiposten in der Eisenbahnstraße, teils direkt am Fenster.

Dort hatten die 17- bis 23-jährigen Angeklagten (zwei Frauen und vier Männer) an jenem 6. August gegen 3 Uhr ein Dienstfahrzeug, einen Mercedes Vito, mit Benzin übergossen und angezündet. Zudem bewarfen sie die Polizeiaußenstelle mit Steinen. Gesamtschaden: 18 000 Euro. „Eine dämliche Aktion“, gab Lennard H. (17, Schüler) nunmehr zu. Und Patrick S. (23, arbeitslos) meinte: „Diese Art der Aktion gehört nicht zu meinem Verständnis von politischer Arbeit.“ Zur Frage der Vorsitzenden Richterin Juliane Guha, warum es dennoch zur Gewalteskalation kam, meinte der mehrfach Vorbestrafte: „Es gab eine Aneinanderreihung gruppendynamischer Prozesse.“ Jura-Studentin Direnc T. (22) mit Berufsziel Richterin oder Anwältin wollte sich zu dieser Frage nicht äußern. Die drei anderen Beschuldigten sind Auszubildender, Arbeiter, Altenpfleger. Nach der Festnahme waren die Handys aller sechs ausgewertet worden. „Sie hatten sich für diesen Tag verabredet“, so gestern ein weiterer Zeuge von der Polizei. Urteil: 23. September.

Von Sabine Kreuz

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