Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Lokales Anker Leipzig bekommt politische Unterstützung für Aufstellung einer Skaterbahn
Leipzig Lokales Anker Leipzig bekommt politische Unterstützung für Aufstellung einer Skaterbahn
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:51 26.07.2011
Anker-Geschäftsführerin Heike Engel. Quelle: Regina Katzer
Anzeige
Leipzig

Immer muss sie sie vertrösten. Die Rampe ist ein Geschenk des Skatevereins "urban souls", und sollte längst fest aufgestellt sein. Doch eine unbürokratische Lösung mit der Stadt scheint nicht möglich. Politische Unterstützung kommt jetzt von Bündnis 90/Die Grünen.

Die Grünfläche, die jetzt für die Skaterbahn angedacht sei, befinde sich in städtischer Verwaltung, heißt es in einer Mitteilung der Grünen im Stadtrat Leipzig. Die Fraktion fordert eine "kostenfreie Variante" für die Anlage, die den Anker nicht belastet. "Das würde doch allen Jugendlichen im Bezirk zugute kommen", sagte Michael Schmidt, familienpolitischer Sprecher der Fraktion, auf Anfrage von LVZ-Online.

Das sieht auch Anker-Geschäftsführerin Heike Engel so. Und das Problem ist nicht die Fläche allein: "24 Stunden Verantwortung für die Anlage - das können wir nicht leisten", sagt sie. Das Jugendamt hat im Mai Fördermöglichkeiten im Rahmen der offenen Kinder- und Jugendarbeit überprüft, sieht aber wegen der Betreuungs- und Wartungskosten offenbar nur eine Lösung: "Wir sollen für die Anlage unsere Konzeption erweitern und Finanzplanung anpassen", so Engel. Doch dazu sei sie nicht bereit.

Aus Engels Sicht ist es unverständlich, warum die Skaterbahn nicht als öffentliche Anlage in den Verantwortungsbereich der Stadt fallen kann. "Bei den Spielgeräten in der Renftstraße, die der Anker gemeinsam mit der Stadt angeschafft hat, gab es da keine Probleme", so Engel.

Noch im vergangenen Sommer war die Begeisterung im Anker groß, als die der Skateverein "urban souls" die Anlage, die ursprünglich im Reudnitzer Park stand, dem Freizeit- und Veranstaltungszentrum in Möckern als Geschenk antrug. Eine Firma hat sich bereit erklärt, in Form eines Sponsoring das Fundament zu gießen. Platten, mit denen das Gerüst ausgelegt und fahrbereit gemacht werden soll, hat der Anker gekauft. "Die könnten mit den urban souls fachgerecht angebracht werden", sagt Heike Engel.

Doch solange nicht geklärt ist, wo und und in wessen Verantwortung die Anlage aufgestellt werden kann, müssen die Kids in der Georg-Schumann-Straße weiter warten. Den Jugendlichen ist das nicht mehr genug. Heike Engel: "Die ziehen jetzt los und wollen eine Unterschriftenaktion starten."

Evelyn ter Vehn

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der Umweltschutzbund Leipziger Ökolöwe hat am Montag beim Dresdner Verwaltungsgericht Klage gegen den umstrittenen Tornado-Erlass des Sächsischen Umweltministeriums eingereicht.

26.07.2011

Die Umweltgruppe „Ökolöwe" kritisiert den Lärmaktionsplan der Stadt Leipzig. Das geht aus einer Mitteilung des Vereins vom Montag hervor.„Zum einen betrachtet der Planentwurf nur einen Teil des Stadtgebietes", lässt sich der verkehrspolitische Sprecher des Umweltbundes, Tino Supplies, zitieren.

25.07.2011

Am Samstag lädt der Bürgerverein „Waldstraßenviertel" zu einem Rundgang ein. Ab 14 Uhr gibt die Führung unter dem Titel „Häusergeschichten" einen Einblick in die Geschichte des größten zusammenhängenden Gründerzeitviertels in Deutschland und die seiner Bewohner, wie dem Komponisten Albert Lortzing oder den Literaturkritiker Hans Mayer.

25.07.2011
Anzeige