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Anlaufstelle für (nahezu) alles - das Seniorenbüro in Leipzig

Anlaufstelle für (nahezu) alles - das Seniorenbüro in Leipzig

Zwar existierten vielerorts seit 1990 schon Clubs, Treffs und generationenübergreifende Projekte mit vielerlei Angeboten für ältere Semester. Doch vorm Hintergrund des demografischen Wandels hielt es die Stadt für erforderlich, die offene Seniorenarbeit bedarfsorientierter auszubauen.

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Seit einem Jahr gibt es in jedem der zehn Leipziger Stadtteile ein eigenes Seniorenbüro.

Quelle: Arne Dedert/Archiv

Leipzig. Immerhin: Bis 2024 werde sich die Zahl der über 60-Jährigen in Leipzig schätzungsweise von heute rund 145 000 auf 160 000, die der über 80-Jährigen von 27 000 auf 45 000 erhöhen, hieß es. Der letzte Sozialreport der Stadt verwies zudem darauf, dass viele betagte Messestädter von ihrer Rente nicht mehr leben können. Eine Zunahme der Altersarmut wird prognostiziert - "durch unterbrochene Erwerbsbiografien sowie den Anstieg Älterer, die Sozialleistungen beziehen", wie es hieß.

In den bis dato vorhandenen Begegnungsstätten wurde bereits viel getan, um Ältere ins gesellschaftliche Leben einzubeziehen; um sie in lebenspraktischen Dingen - zu informieren - von Kriminalprävention und Patientenverfügung bis hin zum Energiesparen. "Solche Angebote der Seniorenarbeit in den Stadtteilen sind wichtige soziale Treffpunkte", verwies Sozialbürgermeister Thomas Fabian (SPD) und ließ deren Erfahrungen denn auch ins Ende 2012 vom Stadtrat beschlossene "Förderprogramm zur Neuausrichtung der offenen Seniorenarbeit" einfließen. Für Letzteres stockte die Kommune im Vorjahr ihren Etat um 275 000 auf 933 000 Euro auf, hauptsächlich, um die Eröffnung der Stadtteil-Seniorenbüros zu ermöglichen: Als wohnortnahe Anlaufstellen für Ältere oder Behinderte und deren Angehörige, die nun neben Freizeit- eben verstärkt auch Bildungs-, Informations- und Beratungsangebote mit Fachkräften vorhalten in puncto Wohnen im Alter, Gesundheitsprävention, Pflege zu Hause, in sozialrechtlichen Fragen - Zugleich kommt den Büros eine Vernetzungsfunktion im jeweiligen Stadtbezirk mit Blick auf andere Träger, Vereine und Akteure zu. "Auch für Ratsuchende, die aus Gesundheits- oder Mobilitätsgründen diesen Service in den Seniorenbüros nicht wahrnehmen können, wird dort nach Lösungen gesucht", merkt Leipzigs Seniorenbeauftragte Kerstin Motzer an.

Langjährige Träger bisheriger Begegnungsstätten, in die die Seniorenbüros praktischerweise integriert wurden, sind freilich bei der Sache mit im Boot. Wobei nicht verschwiegen werden sollte, dass die Stadt ihre finanzielle Förderstruktur auch der neu ausgerichteten, offenen Seniorenarbeit anpasste - und dabei leider von manch Träger ein fortan nicht mehr bezuschusster, normaler Begegnungsstätten-Betrieb nicht mehr aufrecht zu erhalten war. Wie berichtet, hatte zum Beispiel die Volkssolidarität im Vorjahr ihren Treff Gottschedstraße dicht machen müssen. "Unterm Strich kann man nach einem Jahr Seniorenbüros allerdings wirklich positive Effekte ausmachen", meint Motzer. "Der Zuspruch ist wachsend, weil mit kompetenten Beratern, insbesondere Sozialarbeiterinnen, vor Ort Angebote entstanden sind, die viel besser den tatsächlichen Bedürfnissen älteren Menschen entgegenkommen."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 22.08.2014

Angelika Raulien

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