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Lokales Annäherung im Feuerwehrstreit: Leipzig verhandelt über Arbeitszeit und mehr Personal
Leipzig Lokales Annäherung im Feuerwehrstreit: Leipzig verhandelt über Arbeitszeit und mehr Personal
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11:59 29.04.2014
Leipziger Feuerwehrleute demonstrieren für bessere Arbeitsbedingungen. Quelle: André Kempner
Leipzig

Eine Einführung der geforderten 48-Stunden-Woche könnte die Stadt mindestens 1,6 Millionen Euro kosten.

Seit Monaten ziehen sich Verwerfungen durch die Berufsfeuerwehr Leipzig. 127 der 360 Bediensteten haben ihr Einverständnis für eine Regelung zurückgezogen, nach der sie maximal 52 Wochenstunden leisten – vier davon ohne Vergütung. Die Deutsche Feuerwehrgewerkschaft (DeFeuG) fordert die reguläre Einführung der 48-Stunden-Woche. In den Vordergrund des Protests rückte außerdem der Ruf nach mehr Personal: Immer häufiger könnten Einsatzfahrzeuge nicht besetzt werden – ein Sicherheitsrisiko, so die Gewerkschafter.

Fotorückblick: Proteste im März

Sollte die 48-Stunden-Woche kommen, bräuchte die Feuerwehr allein zum Ausgleich für die wegfallenden Stunden „30 Stellen im feuerwehrtechnischen Einsatzdienst“, so die Verwaltung. Ohne Sachkosten würde das die Stadt 1,6 Millionen Euro kosten, heißt es in dem Papier für die Stadträte.

Derzeit versucht die Verwaltung bereits, Feuerwehrleute von den Aufgaben des Rettungsdienstes zu befreien. So sollen die Lücken im Einsatzdienst der Brandbekämpfer ausgeglichen werden. Im Gegenzug müsse der Rettungsdienst personell aufgestockt werden. Seit Anfang des Jahres seien dafür acht neue Stellen in diesem Bereich geschaffen worden. Für 13 weitere neu geschaffene Stellen im Feuerwehrdienst gäbe es bereits Ausschreibungen, teilte die Stadt mit.

Die Verhandlungen zur Annäherung im schwelenden Feuerwehrstreit laufen mit dem Personalrat der Stadt Leipzig. Dieser gelte – anders als die Feuerwehrgewerkschaft – als offizielle Arbeitnehmer-Vertretung für die Beamten. Das Ergebnis soll Mitte Juni Thema in der Dienstberatung des Oberbürgermeisters sein.

Demonstration vor der April-Ratsversammlung:

Evelyn ter Vehn

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