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Ansichtskarten erzählen Geschichten von der Leipziger Straßenbahn

Ansichtskarten erzählen Geschichten von der Leipziger Straßenbahn

Den unsäglichen Begriff Tram hatten die Leipziger Verkehrsbetriebe damals noch nicht für sich "entdeckt": Straßenbahnen gibt es hierzulande seit 1872, als die Leipziger Pferde-Eisenbahn ihre ersten drei Linienverbindungen eröffnete.

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So sah die "Centralstation" auf dem Augustusplatz im Jahr 1911 aus.

Quelle: Lehmstedt Verlag

Leipzig. In einem neuen Buch nimmt Andreas Martin Interessenten mit auf eine Rundfahrt durch die Geschichte der Straßenbahn - und erzählt diese anhand von historischen Ansichtskarten.

Wie sich die Pferde-Bahn über viele Jahrzehnte zum Leoliner wandelte, darüber sind bereits viele Bücher geschrieben worden. Verkehrshistoriker Martin, eigentlich Fachlehrer für Mathematik und Physik, fügt eine besondere Sichtweise hinzu. Er behandelt die sehr wechselvolle Geschichte der Leipziger Straßenbahn anhand von 310 historischen Ansichtskarten und Abbildungen.

Erst einmal zu den Fakten: Die letzte Pferdebahn fuhr am 16. April 1897. Nach der Elektrifizierung nahmen am 17. April 1896 die Große Leipziger Straßenbahn (GLSt) und die Leipziger Elektrische Straßenbahn (LESt) den Linienbetrieb auf. Zunächst konkurrierten zwei, dann sogar drei privat betriebene Straßenbahngesellschaften miteinander. 1916 erfolgte die Vereinigung der Gesellschaften. Seit 1919 fährt die Bahn in kommunaler Regie, seit 1938 bis heute unter dem Namen Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB). Hierzu sowie zu den Strecken erfährt der Leser viele Details. Die Ansichtskarten erlauben aber vor allem nostalgische Blicke auf bekannte Straßen im Zentrum sowie in zahlreichen Stadtteilen, auf denen die Linien verkehrten.

Das waren noch Zeiten, als die Pferdebahnen und später dann die Elektrische direkt durch die Innenstadt fuhren. Wer beispielsweise wissen will, wie der Augustusplatz in den 1960er-Jahren aussah, wird ebenfalls fündig. Im Jahr 1967 durften am Mendebrunnen sogar noch Autos parken. Gleise lagen auch auf dem Brühl, die aber ab 1964 nicht mehr im Linienverkehr genutzt wurden. 1960 setzen die LVB übrigens auf 30 Linien zirka 900 Trieb- und Beiwagen ein. 156 Kilometer lang war die Strecke - die LVB unterhielt damals das zweitgrößte Streckennetz in der DDR.

Gegliedert ist die Publikation nach Stadtbezirken sowie Straßen und markanten Gebäuden, so dass die Orientierung leicht fällt.

Nicht auf jeder Postkarte ist die Straßenbahn gut zu sehen. Der Autor beschreibt aber, welche Linien dort einst verkehrten. Das dürfte jede Menge Erinnerungen wecken.

Das Buch "Die Leipziger Straßenbahn - Eine historische Rundfahrt" hat 176 Seiten mit 310 farbigen Abbildungen und kostet 19,90 Euro.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 05.10.2013

Mathias Orbeck

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