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Lokales Anwohner setzen Tempo-30-Zone im Leipziger Nordwesten durch
Leipzig Lokales Anwohner setzen Tempo-30-Zone im Leipziger Nordwesten durch
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23:59 12.07.2013
Infotreffen der Bürgerinitiative "Tempo 30 von der Friedenskirche zum Anker" Quelle: André Kempner

"Spätestens Ende September werden die Tempo-30-Zonen eingerichtet sein", erklärte der Leiter der Straßenverkehrsbehörde Michael Jana am Freitag. Derzeit gilt in einem Teilbereich eine provisorische Tempo-30-Regelung.

Noch im August will das Verkehrs- und Tiefbauamt zwei Querungshilfen in der derzeit noch stark befahrenen Möckernschen Straße anlegen lassen. Eine entsteht in Höhe der Schmutzlerstraße, die andere in Höhe der Schwimmhalle Mitte. "Wir wollen, dass beide zu Beginn des neuen Schuljahres nutzbar sind", so Jana. Auch der bestehende Fußgängerüberweg in Höhe der Straße Elsterblick werde erhalten.

Parallel dazu sind zahlreiche Veränderungen geplant, damit Autofahrer die Tempo-30-Zonen erkennen. So sollen nicht nur Schilder aufgestellt, sondern auch Einmündungen verengt und Baken aufgestellt werden, an denen Autofahrer die Geschwindigkeit reduzieren müssen, wenn sie Zusammenstöße vermeiden wollen. "Außer an den ampelgeregelten Kreuzungen wird überall die Vorfahrtsbeschilderung entfernt", listete Jana auf. "Wir werden auch alle Parkverbotsschilder entfernen, um den nutzbaren Fahrraum einzugrenzen. In der Möckernschen werden westlich der Wiederitzscher Straße sogar Schrägparker eingerichtet." Auf den verbleibenden Fahrbahnbereichen würden Piktogramme mit der Zahl 30 aufgebracht.

Ausgenommen vom Tempo-30-Bereich wird lediglich die Möckernsche Straße von der Breitenfelder bis zur Menckestraße. Wie berichtet, will die Stadtverwaltung dort den stadteinwärtigen Durchgangsverkehr von der Georg-Schumann-Straße über die Breitenfelder in Richtung Waldstraße fließen lassen. "Wir gehen davon aus, dass sich das durch die neue Tempo-30-Regelung ergibt", so Jana.

Der Behördenleiter war zu einer Kundgebung gekommen, zu der die "Bürgerinitiative gegen Schall und Rauch" und der Verein Stadthäuser vor den Rewe-Markt in der Möckernschen Straße eingeladen hatten. Gekommen waren auch rund hundert Anwohner, um gegen den starken Anstieg der Verkehrsbelastungen zu protestieren, der seit der Umgestaltung der Georg-Schumann-Straße in den drei Trassen zu beobachten ist. "Wir wollen stärker in die Umsetzung einbezogen werden", forderte Angela Pohl von Schall und Rauch. "An jeder Straßenecke wollen wir wissen, welche Schilder aufgestellt werden und wie der Verkehr geregelt wird."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 13.07.2013

Andreas Tappert

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