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Lokales App gegen Falschparker: Auch Leipzig klickt mit - Internet-Anwendung umstritten
Leipzig Lokales App gegen Falschparker: Auch Leipzig klickt mit - Internet-Anwendung umstritten
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15:53 17.07.2015
Freie Wege für clevere Städte - unter diesem Motto will ein neues Online-Portal Falschparkern und anderen Verkehrssündern seit einigen Wochen auch in Leipzig an den Kragen. Quelle: dpa

Zudem kann per auszudruckender Wegeheld-Visitenkarte dem Falschparker ein flotter Spruch unter den Scheibenwischer geklemmt werden: "Dies ist ein Parkplatz für Menschen, die nicht laufen können und nicht für Menschen, die nicht laufen wollen!"

Die neue App ist nicht unumstritten. Während die einen sie als Internet-Pranger oder Petze-App bezeichnen, sehen andere das kleine Mobiltelefon-Programm als Möglichkeit, etwas für mehr "Rücksicht, aber auch Respekt" gegenüber jenen zu tun, die nicht mit dem Auto unterwegs sind, sowie Weg-Blockaden öffentlich zu machen. Wie auch immer - die Wegeheld-App ist für den Deutschen Engagementpreis 2014 nominiert worden.

Wer steckt dahinter?

Initiator ist der Berliner Heinrich Strößenreuther (46), diplomierter Wirtschaftsinformatiker mit Schwerpunkt Verkehr, der unter anderem schon als Referent im Deutschen Bundestag, als Vorstand der Vereinigung für ökologische Wirtschaftsforschung, bei Greenpeace, der Deutschen Bahn tätig war. Die Finanzierung erfolgte zunächst aus eigener Tasche sowie mittels Spenden.

Wie viele Teilnehmer gibt es schon?

Bislang wurde die App laut Strößenreuther deutschlandweit mehr als 30.000 Mal heruntergeladen.

Wie sieht's mit einer App fürs iPhone und andere Mobiltelefone aus?

Wenn genügend Spenden zusammengekommen sind, soll auch die iPhone-App verfügbar sein.

Wie steht's mit dem Datenschutz?

"Das gesamte Projekt, die App und die Internetseite wurden vom Berliner Landesbeauftragten für Datenschutz Alexander Dix als datenschutzrechtlich unbedenklich eingestuft, sofern alle Vorgaben umgesetzt werden", so Strößenreuther.

Was sagt das Leipziger Ordnungsamt?

"Genügen die unter Verwendung der genannten App eingehenden Privatanzeigen den Anforderungen, werden sie wie alle anderen auch behandelt", sagt Vize-Ordnungsamtchefin Helga Kästner. Insofern erfolge keine separate Erfassung oder Auswertung. "Die Anfrage zur Anzahl der über die App eingegangenen Anzeigen und deren Ergebnis kann daher nicht beantwortet werden", so Kästner. Sollte es jedoch eine Häufung von Privatanzeigen geben, werde die Kommunale Verkehrsüberwachung darauf hingewiesen, "damit der betreffende Bereich erforderlichenfalls intensiver kontrolliert werden kann".

Wie aktiv sind die Leipziger?

Laut Internet-Karte sind bereits weit über 50 Vorfälle dokumentiert, die meisten im Bereich Landsberger Straße. Etwa ein Dutzend ist dem Ordnungsamt auch gemeldet worden. In Dresden sind es etwa 80 und im Großraum Berlin fast 800.

www.wegeheld.org

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 22.08.2014

Martin Pelzl

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