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Lokales Architekt verteidigt Citytunnel-Station am Leuschner-Platz – Fernzüge ab 2020 möglich
Leipzig Lokales Architekt verteidigt Citytunnel-Station am Leuschner-Platz – Fernzüge ab 2020 möglich
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22:50 20.12.2012
Die Station des Leipziger City-Tunnels am Wilhelm-Leuschner-Platz. Quelle: dapd
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Leipzig

Die Röhre sei so konzipiert, dass pro Stunde und Richtung ein Fernzug verkehren könne. Dazwischen fahren S-Bahnen im Fünf-Minuten-Takt. Der Citytunnel wird am 13. Dezember 2013 in Betrieb genommen.

Stempel zufolge beraten Bahn und Freistaat Sachsen derzeit darüber, ob die Strecke zwischen Leipzig und Chemnitz ausgebaut wird. „In den nächsten Wochen entscheidet sich, ob wir in die Planungen einsteigen“, sagte der Konzernbevollmächtigte. Knackpunkt seien die Kosten. Eine Modernisierung der Gleise stehe unter dem Finanzierungsvorbehalt. Denkbar sind laut Stempel zwei Routen – über Borna oder Bad Lausick. Mit der Schnellstrecke ließen sich zwischen den beiden sächsischen Großstädten rund zehn Minuten Fahrzeit einsparen.

[gallery:700-NR_LVZ_GALLERY_21184]Während die neue IC-Verbindung noch unsicher ist, befindet sich der Ausbau der Citytunnel-Station am Wilhelm-Leuschner-Straße in den letzten Zügen. Sachsens Wirtschaftsminister Sven Morlok (FDP) schaltete am Donnerstag symbolisch die 700 Leuchten hinter den 130.000 Glasbausteinen an Wänden und Decke des Haltepunkts ein. „In wenigen Jahren wird man sich gar nicht mehr vorstellen können, wie der S-Bahn-Verkehr in Leipzig ohne City-Tunnel funktioniert hat“, sagte Morlok.

Architekt Max Dudler zeigte sich von dem von ihm entworfenen Bauwerk beeindruckt. „Wir könnten uns auch in einem Leipziger Museum befinden“, meinte der 63-Jährige Schweizer beim Rundblick durch die Station. Er habe sich bei seinen Entwürfen an der Mädler-Passage orientiert. In dem markanten Bauwerk in der Innenstadt seien ebenfalls Glasbausteine eingesetzt worden. „Es sind Ähnlichkeiten zu erkennen“, so Dudler.

Kritik an der Gestaltung des Eingangs begegnete der Architekt gelassen. „Man muss sich das Bauwerk aneignen, es ist langfristig gedacht“, erklärte Dudler. Die Leipziger sollten warten bis alles fertig ist. Leipzigs frühere Oberbürgermeister Wolfgang Tiefensee (SPD) hatte im April den Pavillion vor dem Zugang als „eine komische Kiste“ bezeichnet und sprach von einer „unmöglichen Architektur“.

Matthias Roth

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