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Lokales Architekten nennen Leipziger Größenwahn produktiv
Leipzig Lokales Architekten nennen Leipziger Größenwahn produktiv
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13:24 06.01.2010
Leipzig

„Leipzig darf sich wegen seiner historischen Bausubstanz durchaus mit Metropolen messen“, sagte Benedikt Schulz in einem Interview mit der „Zeit“. „Der unterstellte Größenwahn von Leipzig ist produktiv und wird weiterhin nie für möglich gehaltene Projekte bringen.“ Zwar sei die Olympia-Bewerbung - die der 500 000-Einwohner-Stadt häufig als zu kühn ausgelegt wurde - gescheitert, aber andere ehrgeizige Ziele seien erreicht worden.

Leipzig zeichne sich zudem durch einen „architektonischen Pluralismus“ aus. „Jede Form ist möglich. Höchstleistungen werden nicht durch Städtebaupolitik verhindert.“ Allerdings seien auch Fehler gemacht worden, etwa bei der Sanierung des Plattenbau-Viertels Grünau. „Es wurde schlecht saniert“, sagte Ansgar Schulz. Ein bisschen Farbe und Wärmedämmung reichten eben nicht aus.

Die Brüder Schulz sehen für einige Stadtviertel am Rand auch in Zukunft schwarz. „Entscheidend ist, wie es den großen Adern geht, die in die Stadt führen“, erklärte Ansgar Schulz. „Nur wenn die Verbindung über Architektur, Infrastruktur und Handel nicht abreißt, bleiben Außen und Innen verbunden.“ An einigen Ausfallstraßen der Stadt sei das nicht mehr gegeben.

Ansgar und Benedikt Schulz hatten sich in einem Architekten- Wettbewerb für den größten Kirchen-Neubau Ostdeutschlands seit dem Mauerfall durchgesetzt. Nach ihren Plänen soll nun die katholische Propsteikirche im Stadtzentrum neu entstehen. Der Bau wird mehr als 10 Millionen Euro kosten.

dpa

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