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Lokales Architekturpreis 2015: Leipzig will nachhaltig gebaute Objekte prämieren
Leipzig Lokales Architekturpreis 2015: Leipzig will nachhaltig gebaute Objekte prämieren
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15:48 11.06.2015
Die S-Bahn-Station Leuschnerplatz wurde bereits 2013 mit dem Architekturpreis der Stadt Leipzig ausgezeichnet. Quelle: André Kempner
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Leipzig

City-Tunnel-Station am Leuschnerplatz, das Parkhaus am Zoo oder die Neue Messe – sie alle wurden schon mit dem Architekturpreis der Stadt Leipzig ausgezeichnet. Der neunte Wettbewerb ist ausgelobt, und diesmal gibt es eine neue Herausforderung für Architekten: Eine Chance haben 2015 vor allem Projekte, die auf Nachhaltigkeit ausgerichtet sind.

Baubürgermeisterin Dorothee Dubrau (parteilos) zeigte sich am Donnerstag bei der Wettbewerbsvorstellung im Neuen Rathaus mit der Qualität zeitgenössischer Baukunst in Leipzig durchaus zufrieden. Vor allem in Sachen Energieeffizienz sollte aber „die Architektur die Lösung solcher Probleme in ihre Gestaltungsmuster aufnehmen“, sagte sie.

Die gelungene Integration von Photovoltaikanlagen sei nur ein Beispiel. Auch die Verwendung von Baustoffen spiele bei der Nachhaltigkeit eine Rolle. So sei die Fassade der neuen Propsteikirche am Ring mit Porphyr aus der Region gestaltet – lange, energieintensive Anfahrtswege fallen weg. Niemand wäre überrascht, wenn das markante und kontrovers diskutierte Kirchen-Bauwerk unter den Wettbewerbern 2015 auftauchen würde, hieß es im Rathaus.

Die Stadt hat die Fachjury zum Themenschwerpunkt verstärkt: Der Architekt Matthias Fuchs schrieb über „Nachhaltigkeitsorientierte Architekturwettbewerbe“ seine Doktorarbeit an der TU Darmstadt, ist außerdem sei Jahren in der Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DNGB) aktiv. Mit ihm entscheiden im siebenköpfigen Expertenteam weitere Architekten aus Berlin, München und Dresden sowie zwei Leipziger Sachjuroren über die Preisträger.

"Das macht Leipzigs Attraktivität aus"

Stadtplaner Ulrich Tietz rechnet wieder mit rund 30 Bewerbungen privater und öffentlicher Bauherren und Architekten für den undotierten Preis – so viele waren es im Schnitt in den vergangenen Jahren. Neubauten, gestaltete Freiräume wie der Stadtteilpark in Plagwitz (Preisträger 2001) oder umgestaltete Gebäude, die in den Jahren 2012 bis 2015 fertig gestellt wurden, können als Beitrag eingereicht werden. „Für sanierte Projekte gibt es den Hieronymus-Lotter-Preis der Kulturstiftung“, so Tietz.

Die meisten Wettbewerbs-Einreicher kämen auf den letzten Drücker, weiß der Stadtplaner. Das ist in diesem Jahr der 13. August. Am 21. August entscheidet die Jury über die Entwürfe. Erst am 1. Oktober zeichnet die Stadt die Preisträger offiziell aus. Danach werden alle Beiträge bis zum 30. Oktober im Neuen Rathaus ausgestellt.

Seit 1999 lobt die Stadt den Wettbewerb im Zweijahres-Rhythmus aus. Die Qualität der städtebaulichen Planung in Leipzig habe sich durch den Wettbewerb gesteigert, ist die Baubürgermeisterin überzeugt. Viele Neubauten hätten eine hohe Qualität, egal ob es sich um Wohnungsbau oder Geschäftspassagen handele. „Das macht ein Stück weit die Attraktivität von Leipzig aus“, so Dubrau.

Wettbewerbsunterlagen auf www.leipzig.de/architekturpreis

Evelyn ter Vehn

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