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Lokales Architekturstudenten stellen Ideen für autofreien Stadtteil am Hauptbahnhof vor
Leipzig Lokales Architekturstudenten stellen Ideen für autofreien Stadtteil am Hauptbahnhof vor
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08:49 23.03.2016
Den Platz zwischen dem Leipziger Hauptbahnhof und dem Hotel Astoria wollen die Studenten komplett autofrei gestalten, zudem dort ein neues Gebäude als „Hochpunkt“ errichten.  Quelle: Ludwig Geßner
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Leipzig

In ihrer Sitzung am Mittwoch soll die Ratsversammlung grünes Licht für die Entwicklung eines neuen Stadtteils nördlich vom Hauptbahnhof geben. Tausende Menschen könnten in Zukunft auf jenem Areal wohnen, das früher mal zum Magdeburger Bahnhof gehörte und nun von Gleisanlagen sowie der Berliner, Eutritzscher, Delitzscher und Theresienstraße umgeben ist.

Doch die Zukunft dieser 30 Hektar Brachland darf nicht losgelöst von einer weiteren Fläche betrachtet werden, findet Ludwig Geßner von der Leipziger Architekturapotheke. Das ist eine Gruppe von Soziologen, Psychologen, Fotografen und Architekten, die vor drei Jahren eine Galerie in der früheren Ostapotheke an der Wurzner/Ecke Dresdner Straße eröffnet hat. Ihr großes Thema, die Umnutzung von Industriebrachen, passe derzeit in kaum eine Stadt besser, erklärt er. „Zum Beispiel haben wir uns bereits stark bei dem Projekt Parkbogen Ost eingebracht.“

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Im Rahmen seines Studiums an der Bauhaus-Universität Weimar befasste sich Geßner nun mit dem früheren Thüringer Bahnhof in Leipzig. Dieses elf Hektar große Areal reicht vom Hauptbahnhof bis zur Berliner Straße. Es liegt also unmittelbar neben der Fläche des Magdeburger Bahnhofs und ebenfalls entlang viel befahrener Gleistrassen. „Man könnte von vornherein auf eine autofreie Erschließung dieser neuen Viertel setzen“, glaubt der 24-Jährige. „Sie liegen am größten Verkehrsknoten Mitteldeutschlands und gleich neben der Leipziger City. Mehr ÖPNV – als hier schon vorhanden ist – geht nicht.“

Die Idee eines autofreien Wohngebiets ist zumindest für den Thüringer Bahnhof nicht ganz neu. Wie berichtet, hatte der Umweltbund Ökolöwe schon vor drei Jahren einen entsprechenden Vorschlag beim Bürgerwettbewerb „Ideen für den Stadtverkehr“ eingereicht. Gemeinsam mit seiner Kommilitonin Charlotte Streuber legte Geßner jetzt aber einen Strukturplan vor, wie das konkret funktionieren könnte. „Wir haben berechnet, dass sich von jedem Punkt auf beiden Arealen ein öffentliches Verkehrsmittel in fünf bis sechs Minuten erreichen ließe“, sagt er. „Und zwar zu Fuß. Mit dem Rad würde es natürlich noch schneller gehen.“ Zu den Ideen gehören auch ein Radschnellweg, ein autofreier Platz oder ein Park an der Parthe.

Details zu den Plänen der Studenten sowie Entwürfe zur Ansicht lesen und sehen Sie im LVZ-E-Paper sowie in der Print-Ausgabe vom 23. März 2016.

Von Jens Rometsch

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