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Arena Leipzig boomt: Handballer des SC DHfK vor Umzug – neues Verkehrskonzept gefordert

Arena Leipzig boomt: Handballer des SC DHfK vor Umzug – neues Verkehrskonzept gefordert

Das Sportforum Leipzig hat sich als Veranstaltungsadresse bundesweit in der ersten Liga etabliert. Das erklärte Winfried Lonzen, Chef der für Arena Leipzig, Red-Bull-Arena und Festwiese zuständigen ZSL-Betreibergesellschaft am Mittwoch.

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Winfried Lonzen in der verschneiten Red-Bull-Arena. (Archivfoto)

Quelle: Wolfgang Zeyen

Leipzig. „Wir können hier durchaus mit Hamburg und Berlin mithalten“, sagte Lonzen angesichts der hohen Auslastung mit Show- und Konzert-Events. Das Areal sei so attraktiv wie nie – auch für Leipzigs Spitzenballsportler. Die müssen künftig allerdings angesichts der wachsenden Begehrlichkeiten bei stagnierender Zuschauergunst ein paar Kompromisse eingehen.

Insgesamt mehr als 700.000 Menschen wurden im vergangenen Jahren an den Kassen von Arena, Stadion und Festwiese gezählt. Unangefochtener Spitzenreiter der Troika war mit 80 Konzerten, Shows und Sportevents erneut die Multifunktionshalle direkt an der Jahnallee. Und das bleibt auch 2012 so:  „Der Terminkalender ist voll. Wir machen uns schon fast Gedanken, was eigentlich danach noch kommen kann“, erklärte Lonzen mit Blick auf das Jahresprogramm. Unter anderem werden Udo Lindenberg, Andrea Berg, Adoro, Chris Rea, Udo Jürgens, Judas Priest, Status Quo, Westernhagen, DJ Bobo, Die Ärzte, Helene Fischer sowie David Garrett die Arena in diesem Jahr für Konzerte nutzen – und das teilweise auch mehrfach. Dazu gesellen sich der Auftritt der Brit-Popper Coldplay im Stadion und vereinzelte Bürgerfeste auf der Wiese davor.

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Leipzig. Das Sportforum Leipzig hat sich als Veranstaltungsadresse bundesweit in der ersten Liga etabliert. „Wir können hier durchaus mit Hamburg und Berlin mithalten“, sagte ZSL-Chef Winfried Lonzen. Das Areal sei so attraktiv wie nie – auch für Leipzigs Spitzenballsportler. Die müssen künftig allerdings ein paar Kompromisse eingehen.

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HC Leipzig, SC DHfK und Uni-Riesen teilen sich Arena-Parkett

Die wenigen Lücken im Terminkalender der Arena füllen vor allem die Handballerinnen des HC Leipzig, die Basketballer der Leipziger Uni-Riesen und aller Wahrscheinlichkeit nun auch die Zweitliga-Handballer des SC DHfK. Laut Winfried Lonzen liegt der Vertrag unterschriftsreif bei den Grün-Weißen. „Wir sind ihnen mit unserem Angebot sehr weit entgegen gekommen“, sagte der ZSL-Chef, ohne konkret Zahlen nennen zu wollen.

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Die Arena in Leipzig: Hier sollen künftig auch die Handballer des SC DHfK speieen.

Quelle: Volkmar Heinz

Damit die Kooperation zustande kommt, müssten allerdings auch alle anderen Sport-Partner in der Halle Kompromisse machen. So sollen die Handballerinnen und Handballer künftig ihren Platz mit den Basketballern teilen. Ein Drittel des Areals würde nach ZSL-Planung den Uni-Riesen vorbehalten bleiben, den Rest der Halle bespielen dann die Bundesliga-Handballerinnen und Zweitliga-Handballern. So könne es laut Winfried Lonzen möglich werden, dass zwei Spiele an einem Tag stattfinden. Zumal keiner der Vereine die insgesamt 7000 Zuschauer fassende Arena alleine füllen könne.

HCL-Manager Kay-Sven Hähner zeigte sich mit der Lösung zufrieden. „Für uns ist das eine Win-Win-Situation“, sagte er gegenüber LVZ-Online. Dadurch, dass das Spielfeld von der Mitte aus seitlich verschoben werde, könnten die Zuschauer das Spielgeschehen künftig besser verfolgen, da der Tribünenbereich in Tornähe nicht von Notausgängen blockiert werde. Dadurch verspricht er sich auch eine bessere Stimmung in der Halle. „Die Kapazität von 5000 Plätzen reicht für den alltäglichen Spielbetrieb völlig aus“, erklärte Hähner. „Und wenn wir größere Spiele haben, können wir die ganze Fläche nutzen.“

Während die Arena unaufhörlich boomt, bleibt das Herzstück des Sportforums, die Red-Bull-Arena, noch immer Lonzens Sorgenkind. Mit dem Einstieg des österreichischen Getränke-Moguls habe sich die Lage zwar deutlich verbessert, trotzdem herrsche immer noch jede Menge Luft nach oben. „Sportlich lief es ja noch nicht ganz so gut, aber wir haben ja nun eine zweite Chance“, sagte Lonzen mit Blick auf die Aufstiegsambitionen der Rasenballsportler in Liga vier. Im Gegensatz zum vorherigen Mieter, dem inzwischen verblichenen FC Sachsen Leipzig, müsse die ZSL immerhin kein Geld mehr zahlen, damit überhaupt ein Fußballverein im weiten Rund zu sehen ist. Auch an den entstehenden Kosten beteiligen sich die Roten Bullen, sagte Lonzen, der auch den Zuschauerschnitt bei RB in der vierten Liga als sehr beachtlich einstufte.

ZSL sieht Zukunft im Bundesliga-Fußball in der Red-Bull-Arena

Der 66-jährige hat die Hoffnung auf ein regelmäßig volles Stadion deshalb auch noch keineswegs aufgegeben. „In der Red-Bull-Arena liegt unsere Zukunft“ sagte Lonzen. Das Geschäft in der Multifunktionsarena betrachtet der ZSL-Chef eher als eine Art Übergangslösung, bis irgendwann einmal tatsächlich an jedem Spieltag 40.000 Menschen ins Stadion pilgern. Den Nutzungsvertrag mit der Kommune habe die Betreibergesellschaft vorerst um weitere fünf Jahre verlängert.

Spätestens mit einem Leipziger Fußball-Bundesligisten dürfte sich die Verkehrssituation am Sportforum wohl zu einem wirklichen Problem ausgeweitet haben. „Mir fehlt ein Masterplan, wie es hier in zehn Jahren aussehen könnte“, sagte Winfried Lonzen in Richtung der Stadtverwaltung. Für die jetzige Situation seien die Parkmöglichkeiten an der Arena zwar ausreichend. Mit Argwohn betrachtet Lonzen allerdings die kommunalen Planspiele, auf der Fläche des hinteren Arena-Parkplatzes an der Goyastraße künftig eine neue Schule zu errichten.

Park-and-Ride-Angebote in Leipzig unzureichend – zentrale Lösung gefordert

Diesen Ausfall könnten auch keine Park-and-Ride-Angebote auffangen. „Ich bin letztens selbst mal alle abgefahren“, sagte Lonzen und fügte an: „Bis auf den an der Neuen Messe kann man die vergessen.“ Die ausgeschilderten Plätze seien zugewuchert, schlecht beleuchtet und keineswegs ansprechend. „Ich will mein Auto doch nicht auf irgendeinem Acker abstellen“, echauffierte sich Lonzen. Der ZSL-Chef wünscht sich stattdessen eine große, komfortable und vor allem auch zentrale Parkfläche in der Stadt, die aus allen Himmelsrichtungen gut zu erreichen sei. Oder vielleicht eine U-Bahn-Station direkt am Sportforum? „Aber ich kann ja nicht verlangen, dass der Citytunnel bis hierher verlängert wird“, sagte Lonzen mit einem Augenzwinkern.

Internet: www.sportforum-leipzig.com

Matthias Puppe/nöß

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