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Asyl-Zentrum in Gohlis-Nord steht kurz vor der Inbetriebnahme

Flüchtlinge in Leipzig Asyl-Zentrum in Gohlis-Nord steht kurz vor der Inbetriebnahme

Das neue Asyl-Zentrum in Gohlis-Nord steht kurz vor der Inbetriebnahme. Die Eröffnung der Erstaufnahmeeinrichtung des Landes ist für den 20. Dezember geplant. Das sagte die Vize-Sprecherin der Landesdirektion Sachsen, Jana Klein, auf LVZ-Anfrage. Zuvor gibt es am 16. Dezember für interessierte Besucher noch einen Tag der offenen Tür.

Geht am 20. Dezember in Betrieb: das neue Asyl-Zentrum in der Max-Liebermann-Straße.

Quelle: André Kempner

Leipzig. Das neue Asyl-Zentrum in Gohlis-Nord steht kurz vor der Inbetriebnahme. Die Eröffnung der Erstaufnahmeeinrichtung des Landes ist für den 20. Dezember geplant. Das sagte die Vize-Sprecherin der Landesdirektion Sachsen, Jana Klein, auf LVZ-Anfrage. Das aus mehreren Häusern bestehende Aufnahmezentrum verfügt über insgesamt 700 Wohnplätze.

„Im Moment werden noch kleine Restarbeiten erledigt und die Außenanlage in Ordnung gebracht“, berichtete sie. „Alle Plätze stehen von Beginn an zur Verfügung, werden aber nicht vollständig von Anfang an genutzt.“ Vielmehr sei eine schrittweise Belegung nach Bedarf vorgesehen.

Der Neubau auf dem Gelände einer ehemaligen Kaserne in der Max-Liebermann-Straße 36b/c ist das einzige in Leipzig bislang auf Dauer angelegte Asyl-Zentrum des Freistaates. Mehrere Übergangsheime, die das Land auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise auch in Leipzig in Betrieb nahm, wurden bereits geschlossen oder werden bis zum Jahresende aufgegeben. Dazu zählen die Hallen- und Zeltstädte in der Braunstraße 9-11 (900 Plätze), Mockau I (1360 Plätze), Mockau II (900 Plätze) und Mockau III (600 Plätze) sowie das frühere Lehrlingswohnheim Friederikenstraße (430 Plätze).

Die ebenfalls übergangsweise eingerichteten Erstaufnahmestandorte in der General-Olbricht-Kaserne (900 Plätze) und Braunstraße 3-5 (600 Plätze) sollen zwar auch leer geräumt, jedoch als Sicherheitsreserve, für den Fall, dass die Flüchtlingszahlen wieder deutlich steigen, erhalten bleiben. Die Erstbezieher des Neubaus stehen schon fest: „Alle Bewohner der General-Olbricht-Kaserne werden in die Max-Liebermann-Straße verlegt“, erklärte Klein. Die Asylbewerber, die derzeit noch in der Braunstraße 3-5 untergebracht sind, sollen dann schrittweise in das neue Erstaufnahmezentrum umziehen.

Für die Flüchtlinge ist auch das nur eine Zwischenstation. Denn Asylbewerber werden in Deutschland nach dem Königssteiner Schlüssel auf die einzelnen Bundesländer verteilt. Das heißt, 5,1 Prozent der Menschen, die in Deutschland Asyl beantragen, kommen nach Sachsen. Hier werden sie zunächst in einem der Erstaufnahmezentren untergebracht. Dort bleiben sie in der Regel sechs Wochen bis maximal drei Monate, bevor sie auf die Gemeinschaftsunterkünfte von Kommunen und Landkreise verteilt werden. Neben Leipzig gibt es in Sachsen dauerhafte Erstaufnahmezentren außerdem in Dresden, Chemnitz, Schneeberg und Dölzig. Alle zusammen verfügen über mehr als 5000 Plätze.

Im Jahr 2014 hatte das Land die Suche nach einem Asyl-Zentrum in Leipzig begonnen und sich mit der Stadt auf das Gelände in Gohlis-Nord verständigt. Ursprünglich war eine Teilinbetriebnahme bereits zum Jahreswechsel 2015/16 vorgesehen. Der Termin hatte sich jedoch verschoben, weil das Projekt zwischenzeitlich überarbeitet, die Kapazität von 500 auf 700 Plätze erweitert wurde.

Tag der offenen Tür: Am 16. Dezember ist das neue Asyl-Zentrum von 15.30 bis 17.30 Uhr für die Öffentlichkeit geöffnet.

Von Klaus Staeubert

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