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Lokales Atomkraftgegner bilden Menschenkette auf dem Leipziger Markt - Großprotest am 12. März
Leipzig Lokales Atomkraftgegner bilden Menschenkette auf dem Leipziger Markt - Großprotest am 12. März
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14:38 26.02.2011
Quelle: dpa
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Leipzig

Dort ist zwei Wochen vor der Landtagswahl eine 45 Kilometer lange Menschenkette geplant, die symbolträchtig den Regierungssitz von Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) in Stuttgart mit dem zweitältesten Atomkraftwerk Deutschlands in Neckarwestheim bei Heilbronn verbinden soll. Der Reaktor Neckarwestheim I liefert seit 35 Jahren Strom.

Am 12. März werden vor Ort zehntausende Menschen aus ganz Deutschland erwartet, die gegen die Atompolitik der Bundesregierung protestieren. Der Naturschutzverband BUND, das Kampagnennetzwerk Campact und andere Verbände die Umkehr in der Energiepolitik und die Abkehr von der Atomkraft.

Leipzig. Etwa 100 Atomkraft-Gegner haben am Samstagnachmittag auf dem Leipziger Marktplatz eine Menschenkette gebildet. Mit der Aktion sollte für eine Demonstration geworben werden, die in Baden-Württemberg geplant ist. Dort ist am 12. März eine 45 Kilometer lange Menschenkette geplant, die den Regierungssitz von Ministerpräsident Mappus (CDU) mit dem Atomkraftwerk in Neckarwestheim verbinden soll.

Die Aktion am Samstagnachmittag in Leipzig war eine von 40 in ganz Deutschland, mit Schwerpunkt im Südwesten. In Stuttgart-West etwa verbanden rund 120 Teilnehmer ein Schild „Atomhauptstadt Stuttgart“ mit einem gut zwei Meter großen Atomkraftwerk aus Pappe.

Der Veranstalter des Leipziger Protestaufzugs, Jürgen Kasek, zeigte sich zufrieden mit der Teilnehmerzahl. Im Hinblick auf das Atomforschungszentrum Rossendorf wies er darauf hin, dass das Thema allein deshalb einen starken Bezug zum Freistaat aufweise.

Das sieht Ulrich Blöcher ähnlich. Der Leipziger Familienvater von drei Kindern war ebenfalls zum Marktplatz gekommen, um gegen die aktuelle Energiepolitik zu protestieren. "Ich halte es für absolut notwendig, bei solchen Aktionen teilzunehmen, allein schon für die Zukunft meiner Kinder." Die Energiewende sei wichtig, und wenn weiter auf günstigeren Atomstrom gesetzt werde, würde die Entwicklung hin zu erneuerbaren Energien unnötig blockiert.

BUND-Landesgeschäftsführer Berthold Frieß rechnet bei der am 12. März mit rund 40.000 Atomkraft-Gegnern.

chl/maf/dpa

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