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Lokales Atomwaffenfreie Welt konkurriert in Leipzig mit Christopher Street Day
Leipzig Lokales Atomwaffenfreie Welt konkurriert in Leipzig mit Christopher Street Day
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18:11 11.07.2016
Die Regenbogenflagge vor dem Leipziger Rathaus Quelle: André Kempner
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Leipzig

Jährlich am 8. Juli wehen vor hunderten deutschen Rathäusern die Flaggen der „Bürgermeister für den Frieden“, um eine Welt ohne Atomwaffen anzumahnen. Leipzig, obgleich seit 2005 Mitglied des „Mayors for Peace“-Netzwerkes, verzichtete am Freitag jedoch auf die Beflaggung. In einer Mitteilung vom Montag zeigte sich Norman Volger enttäuscht davon, dass die Leipziger Stadtführung kein Zeichen für atomare Abrüstung setze. Der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Stadtrat ist „verärgert, dass dieses weltweit so wichtige Anliegen bei Herrn Jung wohl keine Bedeutung besitzt.“ Der Grünen-Politiker kritisiert zudem, dass Leipzigs Oberbürgermeister sein Versprechen aus dem Vorjahr nicht umgesetzt hätte. Jung wollte demnach humanitäre Initiativen und Veranstaltungen stärker unterstützen.

Nun weilt Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) derzeit im Urlaub und ist für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Sein Haus erklärte jedoch, warum die Flagge der „Bürgermeister für den Frieden“ nicht aufgezogen wurde. „Die Anfrage ist später eingegangen“, hieß es. Stattdessen wehte am Freitag – weil eher angefragt – vor dem Neuen Rathaus die Regenbogenfahne. Denn der 8. Juli war der Auftakt zum Christopher Street Day in Leipzig.

Bürgermeister für den Frieden - Mayors for Peace

Das internationale Netzwerk „Mayors for Peace“ wurde 1982 auf Bestreben des damaligen Bürgermeisters der japanischen Stadt Hiroshima, Takeshi Araki, gegründet. Es setzt sich vor allem gegen die Verbreitung von Atomwaffen ein. Derzeit sind über 5500 Städte weltweit in dem Netzwerk organisiert. In Deutschland gehören den „Bürgermeistern für den Frieden“ neben Leipzig weitere 485 Städte an.

joka

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