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Lokales Auf dem Wasser fühlen sie sich wohl - Leipziger stellen Paddel-Rekord auf
Leipzig Lokales Auf dem Wasser fühlen sie sich wohl - Leipziger stellen Paddel-Rekord auf
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00:59 29.11.2014
Leipzigs Wasserwege sind begehrt. Quelle: Volkmar Heinz

Über 20 000 Boote ließen sich durch die beiden Schleusen Connewitz und Cospuden bugsieren - ein Drittel mehr als 2013, als zur Causa Eisvogel noch das Juni-Hochwasser und fast 50 Störungen an den Schleusen hinzukamen.

"Trotz der Eisvogel-Schutzzeiten ist das Interesse am Kurs 1 des Gewässerverbundes nicht eingebrochen", freut sich Angela Zábojník, im Rathaus die zuständige Abteilungsleiterin im Amt für Stadtgrün und Gewässer. Die Nutzung habe sich dann eben in jenen Stunden gebündelt, in denen das Befahren des Floßgrabens möglich war. Zwar sei der monatliche Höchstwert vom August 2012 mit 5670 Schleusungen an beiden Anlagen nicht geknackt worden, doch insgesamt ist Angela Zábojník stolz darauf, dass sich die Anstrengungen gelohnt haben und Leipzigs Wassersportler und -wanderer für die besten Nutzungszahlen seit Inbetriebnahme der Schleusen sorgten.

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Leipzig. Kein Hochwasser und kaum technische Störungen an den Schleusen einerseits, ausgeweitete Schutzzeiten für den Eisvogel am Floßgraben andererseits - in Summe haben diese gegenläufigen Parameter für einen neuen Allzeit-Rekord bei Paddlern zwischen dem Stadthafen und dem Cospudener See gesorgt.

Schleuse Connewitz: Mit insgesamt gut 13 000 Booten wurde das Vorjahresergebnis fast verdoppelt, in allen Monaten waren die Zahlen besser. Mit fast 3400 Schleusungen war der August der beste Monat überhaupt seit der Eröffnung. Bei den Motorbooten wurde mit 498 Schleusungen insgesamt ebenso der beste Wert aller vier verfügbaren Jahre registriert wie für einen einzelnen Monat (August: 122).

Fisch-Kanu-Pass Connewitz: Die Anzahl der Nutzungen der "Bootsrutsche" gleich neben der Schleuse (gut 3300) stieg im Vergleich zum Vorjahr zwar ebenso an, der Rekord aus dem Jahr 2012 (3644) wurde aber nicht geknackt. Nur im Juli lag das Aufkommen über dem des Vorjahrs.

Schleuse Cospuden: Diese Schleuse ist erneut die große Verliererin. Nur gut 6300 Boote wurden gezählt - noch einmal fast 100 weniger als im Vorjahr. Noch düsterer sah es bei den Motorbooten aus: 109 Schleusungen bedeuten nur noch etwa ein Drittel des 2012er Aufkommens.

Technik: An der Connewitzer Schleuse wurden in der gerade abgelaufenen Saison lediglich sieben Störungen registriert, in Cospuden waren es sogar nur zwei. Hauptursache war laut Stadtverwaltung der sogenannte Gefahrenstopp, wenn die Schleuse zu früh verlassen oder bei Schließung der Tore noch eingefahren wird. Außerdem: einige wenige Defekte an der Technik, Störungen durch Treibgut sowie Fehlbedienungen.

Sonstiges: Mit mehr als 520 Booten wurde fast das Doppelte des Aufkommens 2013 per Hand umgesetzt. Die Anzahl der Service- und Informationsgespräche durch den Bürgerdienst LE schnellte weiter nach oben. Über 52 000 Mal waren die Helfer vom Bürgerdienst LE - je vier im Schichtdienst an beiden Schleusen - gefragt. Dies bedeutet eine Vervierfachung der Gespräche, in denen es nicht allein um den Eisvogel gegangen sein dürfte. Gut 600 an den beiden Kurs-1-Schleusen gezählte Motorboote sind zwar rund 100 mehr als im Vorjahr. Für einen Rekord reicht das aber noch lange nicht. Vielmehr übersprang deren Anteil gerade einmal knapp die Drei-Prozent-Marke.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 29.11.2014

Martin Pelzl

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