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Lokales Aufbaubank verneint Kostenexplosion bei Bauprojekt in Leipzig
Leipzig Lokales Aufbaubank verneint Kostenexplosion bei Bauprojekt in Leipzig
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23:00 12.03.2017
Mehr als die Hälfte des Baugrundstücks soll ein öffentlich genutzter Garten mit 24 Meter hohen Säulen füllen. Die Säulen und das Dach regulieren zugleich auf ökologische Weise die Temperaturen und das Raumklima in dem künftigen Bank-Gebäude. Quelle: ACME
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Leipzig

Die Sächsische Aufbaubank (SAB) hat Kritik des Landtagsabgeordneten Wolfram Günther (Grüne) an ihrem geplanten Neubau in Leipzig zurückgewiesen. „Von anfänglich veranschlagten 50 Millionen Euro sind die Kalkulationen mittlerweile bei 110 Millionen Euro angelangt“, stellte Günther unlängst in einer Pressemitteilung fest. „Das ist eine immense Fehlkalkulation.“ Der Freistaat werde „seiner Vorbildfunktion als Bauherr nicht gerecht“, bemängelte er.

Günther bezog sich auf das Ergebnis einer Anfrage bei der Staatsregierung. Finanzminister Georg Unland (CDU) bestätigte in seiner Antwort jedoch nicht, dass es eine Kostensteigerung gegeben habe. Der Minister erklärte vielmehr, die Bank entscheide allein zur Gestaltung ihres Vorhabens. Auf Basis der Entwurfsplanung seien aktuell 110 Millionen Euro budgetiert, woraus sich bei 18 000 Quadratmetern Nutzfläche ein Preis von 6111 Euro pro Quadratmeter ergebe. Ein Drittel der Summe entfalle auf „die Berücksichtigung städtebaulicher Aspekte, den Einsatz innovativer Baustoffe und Investitionen in energetische Pilotprojekte“.

Wie berichtet, hatte die SAB 2016 vorbereitende Arbeiten für den spektakulären Neubau mit einem riesigen, öffentlichen Säulengarten gestartet und bei dem Anlass erstmals das Budget von 110 Millionen Euro genannt. Bank-Sprecherin Beate Bartsch erklärte jetzt auf LVZ-Nachfrage, andere Beträge habe ihr Haus auch nie mitgeteilt. Dass in den Medien früher 50 Millionen Euro kursierten, beruhe wahrscheinlich auf einer Zahl, die in der Ausschreibung für den Architektenwettbewerb stand. „Diese Angaben stellten jedoch keine Kostenschätzung dar. Im Übrigen umfassten sie lediglich einen Teil der Baukosten. Ein Vergleich der beiden Angaben ist deshalb nicht möglich.“

Vor Ort seien inzwischen Tiefbohrungen und das Anlegen der Baugrube im Gange, fuhr Bartsch fort. Die Fertigstellung werde für Mitte 2019 erwartet, wobei „erhebliche Unwägbarkeiten“ hinsichtlich des Termins und der Kosten blieben. Verzögerungen gab es schon mal, weil ein unterlegenes Büro gegen das Ergebnis des internationalen Architektenwettbewerbs von 2013 geklagt hatte. Später vor Gericht zog der Platzierte seine Klage wieder zurück (die LVZ berichtete). Sieger war das Büro ACME aus London.

Von Jens Rometsch

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