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Lokales Aufregung in Knauthain – die Kita „An der Mühle“ soll Ende 2016 schließen
Leipzig Lokales Aufregung in Knauthain – die Kita „An der Mühle“ soll Ende 2016 schließen
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00:38 20.09.2015
Die Kita „An der Mühle“ soll Ende 2016 schließen – laut Berufsbildungswerk Leipzig ist sie von vornherein als Interim geplant.  Quelle: André Kempner
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Leipzig

Große Aufregung in Knauthain: Beim Bäcker und Fleischer werden Unterschriften gesammelt. Denn das Berufsbildungswerk Leipzig will Ende 2016 die Kita „An der Mühle“ schließen, die allerdings von vornherein als Übergangslösung eingerichtet wurde. Die ist gut ausgestattet, mit 80 Plätzen gut ausgelastet, das Personal bestens ausgebildet. „Selbst in Streikzeiten hat diese Kita keinen Schließtag gehabt“, sagt Susa Thede, deren Sohn die Einrichtung bis zur Einschulung besucht hat. „Uns wurde zugesichert, dass die Kita bis 2017 offen bleibt“, ergänzt Jean Neef, der Elternsprecher der Kita. Dann könnten die künftigen Erstklässler gemeinsam in die Schule wechseln. Und auch Bianka Hunger sowie etliche weitere Eltern können nicht verstehen, dass einige Kinder womöglich nach Connewitz wechseln sollen.

In der Gustav-Freytag-Straße entstehen gerade zwei große Kitas, die das Berufsbildungswerk mit Plätzen für knapp 300 Kinder betreiben wird. Eltern befürchten nun, dass weite Wege auf sie zukommen. Das ganze sei ohnehin eine Fehlentscheidung. Dabei werden sogar Investitionen vernichtet, so der Vorwurf. Das will Maike Hillenbach, die Sprecherin des BBW Leipzig, so nicht stehen lassen. „Unsere Kita an der Mühle ist von Beginn an als Interim geplant. Das wissen auch die Eltern“, sagt sie auf LVZ-Nachfrage. Deshalb gebe es eine Betriebsgenehmigung nur für diese begrenzte Zeit. Der BBW sei mit 15 Kitas ein sehr erfahrener Kinder- und Jugendhilfeträger. „ Deshalb haben wir der Stadt angeboten, unkompliziert zu helfen, und kurzfristig zusätzliche Kitaplätze zu schaffen.“ Außerdem kommen die Eltern, die ihre Sprösslinge in die Kita „An der Mühle“ bringen, nicht alle aus der unmittelbaren Umgebung. Viele stammen aus anderen Stadtteilen und sind froh, perspektivisch einen anderen Platz zu bekommen. „Wir begleiten alle individuell, um die beste Lösung zu finden.“ Auch in der näheren Umgebung, wo mit der Einschulung im August 2016 Plätze frei werden. Das Mobiliar werde selbstverständlich weitergenutzt.

Was wird aus der Kita? Im Gebäude will das BBW Internatswohnungen einrichten, sagt die Sprecherin. In Knauthain macht aber die Runde, dass junge Flüchtlinge dort einziehen sollen? Der BBW organisiere zwar ein Projekt für die Betreuung minderjähriger, unbegleiteter Flüchtlinge, bestätigt Hillenbach,. „Dafür nutzen wir allerdings sein anderes Haus auf unserem Gelände.“ Einige Eltern fordern nun, dass man die Betriebsgenehmigung für die Kita verlängern lassen kann.

Von Mathias Orbeck

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