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Lokales Aufruf 2019: „Setzen wir ein Zeichen für die Grundwerte“
Leipzig Lokales Aufruf 2019: „Setzen wir ein Zeichen für die Grundwerte“
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18:30 13.01.2019
Einige Initiatoren des Aufrufs 2019: Christian Wolff, Barbara Rucha, Burkhard Jung und Gisela Kallenbach. Quelle: André Kempner
Leipzig

Die Initiatoren und rund 800 Unterstützer des Aufrufes 2019 gehen am Montag auf die Straße: Sie wollen für ein weltoffenes Leipzig, für ein demokratisches Sachsen, ein friedliches Deutschland und ein geeintes Europa demonstrieren – und damit zugleich an die Friedliche Revolution vom Herbst 1989 anknüpfen.

Demo von 18 bis 21 Uhr

Nach dem Friedensgebet in St. Nikolai, das um 17 Uhr beginnt, führt die Demo ab 18 Uhr vom Nikolaikirchhof durch das Schuhmachergäßchen, die Reichsstraße, Grimmaische Straße, über den Martin-Luther-Ring und den Dittrichring zum Thomaskirchhof. Von dort geht es durch die Thomasgasse zum Markt, wo eine Kundgebung stattfindet. Entlang dieser Strecke müsse bis 21 Uhr mit Verkehrseinschränkungen gerechnet werden, teilte das städtische Ordnungsamt mit.

Wie der frühere Thomaspfarrer Christian Wolff als einer der maßgeblichen Initiatoren des Aufrufes mitteilte, wird es überdies zwei Zwischenstationen geben. Am „Jahrhundertschritt“ von Wolfgang Mattheuer in der Grimmaischen Straße will Jürgen Reiche, der Leiter des Zeitgeschichtlichen Forums, zur Jahrhundertaufgabe Demokratie sprechen und dabei auf 100 Jahre Weimarer Verfassung, 70 Jahre Grundgesetz und 30 Jahre Friedliche Revolution eingehen. Am Goerdeler-Denkmal vor dem Neuen Rathaus wird die Demo von Leipziger Posaunenchören empfangen. Hier greift Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) zum Mikro.

Das Programm der Kundgebung

Die Kundgebung auf dem Markt eröffnet „Prinz“ Sebastian Krumbiegel. Er trägt einen neuen Song vor. Dann sprechen Sascha Kodytek (Jugendparlament), Gesine Oltmanns (Bürgerrechtlerin), Thomas Karnik (Betriebsrat Halberg Guss), Selma Roth (Jugendparlament/Landesdelegierte des Stadtschülerrates Leipzig), Matthias Sturm (Inhaber Sturm-KommunikationsSysteme) und Irena Rudolph-Kokot (Aktionsbündnis „Leipzig nimmt Platz“/Personalratsmitglied Verdi). Barbara Rucha wird die Kundgebung moderieren.

„Eignen wir uns die Demokratie neu an! Geben wir den Demagogen keinen Raum! Vertrauen wir den Werten unseres Grundgesetzes!“, heißt es in Flyern und auf der Internetseite zur Demonstration. „Setzen wir ein Zeichen für die Grundwerte!“

Neben „Leipzig nimmt Platz“ unterstützt auch die hiesige SPD das Vorhaben. Gerade im Jahr mit Kommunal-, Europa- und Landtagswahlen sei es wichtig, entschieden für demokratische Werte und ein friedliches Zusammenleben in einer vielfältigen Gesellschaft einzutreten, hieß es in einer Pressemitteilung der Sozialdemokraten. Im Mai planen die Aufruf-Initiatoren eine Veranstaltung zu 70 Jahren Grundgesetz, auch eine „Nacht der Debatten“ soll es geben. Zudem wollen sie die Kampagne auch in ländliche Regionen tragen.

von Theresa Held

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