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Augen auf im Straßenverkehr: Uni Leipzig zeigt Kindern und Eltern Gefahren im Alltag auf

Augen auf im Straßenverkehr: Uni Leipzig zeigt Kindern und Eltern Gefahren im Alltag auf

Spielen an der Straße, gefährliches Überqueren der Fahrbahn oder das Ignorieren von Autos: Kinder machen im Straßenverkehr oft Fehler. Sie können Autos nicht ausreichend wahrnehmen und verkennen Gefahrensituationen.

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Unfallprävention für Kinder am Zentrum für Frauen- und Kindermedizin der Uni Leipzig

Quelle: Regina Katzer

Leipzig. Die Folge: Unfälle und der Besuch im Krankenhaus. Das will die Klinik und Poliklinik für Kinderchirurgie mit der Aktionswoche „Unfallprävention zum Schutz des Kindes im Straßenverkehr“ verhindern.

„Wir wollen Kinder und Eltern ansprechen und sie für die Gefahren im Straßenverkehr sensibilisieren“, erklärt der Oberarzt der Kinderchirurgie, Ulf Bühligen, das Hauptanliegen der Präventionswoche, die am heutigen Dienstag begonnen hat und bis zum 27. September im Zentrum für Frauen- und Kindermedizin des Universitätsklinikums Leipzig stattfindet. „Dazu haben wir im Vorfeld an eine Schulgruppe, zwei Horte und einen Kindergarten verschiedene Themen verteilt, mit denen sie sich beschäftigen sollten“, berichtet Bühligen.

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Spielen an der Straße oder gefährliches Überqueren der Fahrbahn: Kinder machen im Straßenverkehr oft Fehler. Sie können Autos nicht ausreichend wahrnehmen und verkennen Gefahrensituationen. Die Folge: Unfälle und der Besuch im Krankenhaus. Das will die Klinik und Poliklinik für Kinderchirurgie mit der Aktionswoche „Unfallprävention zum Schutz des Kindes im Straßenverkehr“ verhindern.

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Die daraus entstandenen Filmbeiträge werden während der Präventionswoche vorgestellt. Sie zeigen falsches und richtiges Überqueren der Straße, Fahrradfahren mit Helm und Reflektoren oder angelegte Verbände nach Unfällen. Auch das Spielen an der Straße ist ein großes Thema.

Meisten Unfälle passieren mit dem Fahrrad

„In der Woche geht es ganz klar um die Unfallverhütung“, betont der Leiter der Poliklinik. Nicht ohne Grund. Die häufigsten Unfälle sind laut Statistik der Kinderchirurgie zu 66 Prozent Fahrradunfälle, 15 Prozent davon werden stationär behandelt. Bei Kollisionen mit PKWs müssen sogar 41 Prozent ins Krankenhaus. „Schulwege sollen für die Kinder sicherer werden. Wir wollen gerade den Anfängern die Angst nehmen“, sagt Bühligen, der die Aktionswoche zusammen mit dem Leipziger Netzwerk für Kinderschutz organisiert.

Pünktlich zum Welttag des Kindes startete am Dienstag die Unfallpräventionswoche im Park hinter dem Zentrum für Frauen- und Kindermedizin. Die LVB übt das richtige Ein- und Aussteigen mit einem Linienbus und führt mit der Polizei täglich Puppenspiele auf. Auch ein Polizeiauto und –Motorrad sowie ein Krankenwagen können Besucher genau unter die Lupe nehmen. Zudem haben Eltern die Chance, sich über die richtige Fahrradausstattung ihres Kindes zu erkundigen. Informationstafeln klären über die Gefahren im Straßenverkehr auf und geben Tipps. Die Johanniter Unfall-Hilfe bietet einen „Erste Hilfe am Kind“-Kurs für Erwachsene an und für Kinder „Ersthelfer am Morgen“. „So lernt der Nachwuchs die einfachsten Sachen. Wie sie zum Beispiel Hilfe holen bei Unfällen und Panik vermeiden“, erklärt Bühligen.

Prävention so früh wie möglich

Nachdem die Klinik und Poliklinik im vergangenen Jahr die kleinsten Kinder auf die Gefahren in der Küche aufmerksam gemacht hat und sich dieses Jahr mit dem Straßenverkehr beschäftigt, sollen nächstes Jahr Alkohol, Gewalt und Drogen im Mittelpunkt stehen. 2012 würden Sportverletzungen thematisiert. „Einen vierjährigen Turnus könnte ich mir sehr gut vorstellen. So sprechen wir jedes Alter an, von den Kleinsten bis hin zu den Jugendlichen.“ Prävention könne nicht früh genug beginnen, meint Bühligen. „Ab dem Zeitpunkt, ab dem ein Kind laufen kann, muss vorgebeugt werden.“

Annett Böhm

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