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Lokales Augustusplatz in Leipzig soll behindertengerecht werden – Halteverbot für Autos und Busse
Leipzig Lokales Augustusplatz in Leipzig soll behindertengerecht werden – Halteverbot für Autos und Busse
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21:28 12.12.2011
Besonders für Menschen mit Behinderungen, aber auch für alle übrigen Verkehrsteilnehmer ist der Augustusplatz in Leipzig eine Gefahrenquelle. Dieser Ansicht ist zumindest Stadtrat Udo Berger (Wählervereinigung Leipzig). (Archivfoto) Quelle: Hendrik Schmidt
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Leipzig

Er fordert eine Verbesserung der Verkehrssituation für Behinderte und stellte dazu einen Antrag im Stadtrat. Dieser ist zusammen mit einem Änderungsantrag der Linken-Fraktion Thema auf der Sitzung des Stadtrats am Mittwoch.

In dem Antrag fordert Udo Berger, dass auf den Fußwegen des Augustusplatzes das Park- und Halteverbot für Autos und Busse eingehalten werden müsse. Zudem soll ein Blindenleitsystem bereits ab dem Haltestellenbereich Augustusplatz beginnen, nicht erst in der Grimmaischen Straße. Nicht zuletzt will Berger erreichen, dass die Straßenbahn-Haltestelle sehbehindertengerecht ausgebaut wird. Die Ampel am Übergang der Haltestellen soll durch eine blindengerechte Anlage ersetzt werden.

Zur Begründung sagte Berger, dass auf dem Augustusplatz chaotische Zustände herrschten. Besonders der Bereich an der Einmündung zur Grimmaischen Straße gehöre zu den am meisten frequentierten Plätzen der Stadt. Beim Zusammenspiel der unterschiedlichsten Verkehrsarten sei es nur dem Zufall geschuldet, dass in der jüngsten Vergangenheit niemand zu Schaden kam.

Kritisch sieht Berger auch, dass zunehmend Autos und Touristenbusse auf den Fußwegen halten. Zusammen mit dem hohen Verkehrsaufkommen mache dies das Überqueren des Platzes besonders für Gehbehinderte, Blinde und Rollstuhlfahrer problematisch. Die Busse könnten statt auf dem Augustusplatz in der Goethestraße stoppen, sagt Berger.

Das Anliegen, den Platz behindertenfreundlicher zu gestalten, unterstützt die Fraktion der Partei Die Linke im Stadtrat. Dennoch hält sie den Vorschlag von Berger in seiner Art für „nicht zielführend“. Die Nutzung des Platzes für andere würde zu stark eingeschränkt. Dadurch ergäben sich neue Gefahrenquellen. Dies gab die Fraktion in einer Mitteilung vom Montag bekannt.

Stattdessen fordert die Linke-Fraktion, dass die Stadtverwaltung die Verkehrssituation prüft und verschiedene Lösungsvorschläge unterbreitet, wie Menschen mit Behinderungen den Platz an den Kreuzungsbereichen überqueren können, ohne dass die vielfältigen Funktionen, Nutzungen und Verkehrsarten beeinträchtig werden. Wie Berger spricht sich die Fraktion für ein Park- und Halteverbot für Touristenbusse aus.

Der Vorschlag der Linken sieht vor, einen Teil des Straßenbahnverkehrs über den Georgiring zu leiten. Die bisherige Haltestelle Augustplatz könne als barrierefreier Haltepunkt in die Goethestraße verlegt werden. Im Bereich der Tiefgarage müsse eine Fußgängerampel installiert und die Goethestraße zur Einbahnstraße gemacht werden. Zwischen dem Krochhochhaus und der Grimmaischen Straße könne der Verkehr durch Poller gestoppt werden.

rob

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