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Lokales Augustusplatz wird gefährlich
Leipzig Lokales Augustusplatz wird gefährlich
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00:27 18.01.2016
Allein Hauptwege werden bei Glätte und Schnee von der Stadtreinigung geräumt und abgestumpft – Passanten sollten sie nutzen. Quelle: Wolfgang Zeyen
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Leipzig

 
 

Im städtischen Eigenbetrieb Stadtreinigung wird betont, dass der Augustusplatz bei Eis und Schnee nicht komplett beräumt und gestreut wird. „Dies geschieht nur auf den Hauptbewegungswegen“, erklärt dort Sprecherin Ute Brückner.

Geräumt würden auf der Platzhälfte vor der Oper im Wesentlichen der Gehweg, der rund um diese Hälfte führt sowie zwei Erschließungswege, die in der Nachbarschaft des Springbrunnens und der Milchtöpfe zur Oper führen. Zum Gewandhaus verläuft ein geräumter und gestreuter Weg an der Ostseite des Mendebrunnens . „Die Rechtssprechung besagt, dass Passanten bei Eis und Schnee manchmal auch Umwege in Kauf nehmen müssen und nicht direkt auf dem kürzesten Weg gehen können“, begründet dies Brückner.

Ausgeschildert werden die gestreuten Wege aber nicht; jeder Passant muss sie selber ausfindig machen. Die Stadtreinigung betont auch, dass die Hauptwegeverbindungen auf dem Augustusplatz nur werktags zwischen 7 und 20 Uhr betreut werden – wenn eine Veranstaltung in der Nacht endet, sei es möglich, dass auf dem Platz weder geräumt noch gestreut ist, heißt es. „Unsere Nachtschicht versucht natürlich, auch diese Flächen kurzfristig zu sichern“, sagt Brückner. Aber da das für das gesamte Stadtgebiet gelte, seien nicht immer genügend Kräfte verfügbar. „Auch darauf gibt es keinen Rechtsanspruch.“

Probleme kann es auch in Zeiten geben, in denen die Temperaturen nur geringfügig um den Gefrierpunkt schwanken. Dann herrsche oft nur einzelnen Stadtteilen Glatteis, in anderen nicht. „Unser Einsatzleiter sitzt in der Geithainer Straße und kann nicht den Zustand jeder Fläche im Stadtgebiet im Blick haben“, so Brückner.

Trotzdem fühlen sich Leipzigs Saubermänner gut für die jetzt avisierte Kälteperiode gerüstet. Sie hat in ihren Depots aktuell 2500 Tonnen Streusalz gelagert, die den Bedarf mehrerer Tage decken. „Das ist der Puffer, den wir immer einhalten“, sagt die Sprecherin. Bei einem Kälte-Einbruch würden für das Streuen sämtlicher festgelegter Flächen rund 300 Tonnen Salz verbraucht. „Alles was wir verbrauchen, wird sofort wieder nachbestellt“, betont sie. „Wir fahren unsere Salzbestände nicht auf Null herunter.“

Von Andreas Tappert

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