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Lokales Aus für die Gelben Säcke in Leipzig?
Leipzig Lokales Aus für die Gelben Säcke in Leipzig?
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09:00 19.07.2016
Leipzigs Siedler wollen Gelbe Tonnen. Quelle: Foto: dpa
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Leipzig

Kommt jetzt das Aus für die Gelben Säcke in Leipzig? Bis Ende September sollen alle Haushalte in den 16 Siedlungen, in denen die Bewohner ihre Kunststoffabfälle in hauchdünnen, leicht zerreißbaren gelben Plastetüten sammeln müssen, über die Einführung der Gelben Tonne befragt werden. Überall dort, wo sich mehr als 70 Prozent der Grundstückeigner für eine Umstellung auf die Gelbe Tonne entscheiden, soll diesem Wunsch Rechnung getragen werden. Damit würde eine Forderung umgesetzt, die zahlreiche Siedler Anfang dieses Jahres in der LVZ erhoben hatten.

Das Vorgehen schlägt die Stadtverwaltung jetzt der Ratsversammlung zur Abstimmung vor. Die Initiative dazu ging von der CDU-Fraktion aus, die die Kritik der Siedler aufgenommen und in den Stadtrat gebracht hatte (die LVZ berichtete). Die CDU schlug die Umstellung auf Gelbe Tonnen vor, sobald mehr als die Hälfte der Haushalte dies will. Die Stadtverwaltung empfiehlt mit 70 Prozent ein deutlich höheres Quorum, lehnt sich damit aber an den Verband Wohneigentum Sachsen an, der bis Ende dieses Jahres eine eigene Mitgliederbefragung zur Entsorgung von Leichtstoffverpackungen plant und dazu bereits mit dem Entsorger, der ALL Abfalllogistik Leipzig, und der Stadtverwaltung auf 70 Prozent verständigt hatte.

Sollte der Stadtrat dem zustimmen und bei der Befragung die erforderliche Mehrheit zustandekommen, will die Stadtverwaltung mit den Entsorgungspartnern, dem Dualen System Deutschland (DSD) und zehn weiteren beteiligten Firmen, darüber verhandeln, ob bereits vor Auslaufen der aktuell bis 2019 laufenden vertraglichen Vereinbarungen eine Umstellung erfolgen kann. „Kommt es zu einem positiven Verhandlungsergebnis mit begründeten finanziellen Ausgleichsforderungen des DSD bzw. der ALL, wird dies mit den notwendigen vergabe- und beihilferechtlichen Prüfergebnissen dem Rat zur Entscheidung vorgelegt“, schreibt die Ordnungsbehörde in ihrem Beschlussvorschlag an den Stadtrat. Werde keine Einigung erzielt, soll die Einführung von Gelben Tonnen in den betreffenden Siedlungen ab 2019 in einer neu abzuschließenden Abstimmungsvereinbarung mit dem DSD festgeschrieben werden.

23 000 Einwohner auf 11 100 Grundstücken nutzen derzeit noch Gelbe Säcke. Viele von ihnen hatten sich Anfang des Jahres darüber beschwert, dass diese leicht zerreißen. Die Stadtverwaltung bezifferte die Umstellungskosten für das erste Jahr auf 450 000 Euro. Danach würde sich die Leerung der Gelben Tonnen in Leipzig jährlich um 125 000 Euro verteuern.

Von Klaus Staeubert

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